Donnerstag, 20. Dezember 2018

Die andere Seite




Flocke:
" Pony ist tot. Das sagt jedenfalls die Futtergeberin. Wir kriegen mal wieder nix über die näheren Umstände mitgeteilt. Die Doro hat unter Tränen wieder nur unzusammenhängendes Zeug genuschelt.
Da war die Rede von wenig Luft, vom Tierarzt, einem zu grossen Herzen und dass es ihr so leid tue. Für uns ist leider dabei nicht ganz klar geworden was den Pony nun genau zugestossen ist. Den Angst vor´m Tierarzt haben wir alle. Das man da auch mal nach Luft schnappen muss ist auch klar.







Und ein grosses Herz haben auch alle Schweinchen. Ist ja mal logisch. Da muss ja auch ne Menge Zeug rein. Unser ganzes Rudel, inklusive Zweibeiner, unser Stall und viel Heu, Gras, Salat und frisch geschnittene Äste. Klar das unser Herz da enorm sein muss.
Das von Pony war wohl besonders riesig. Ist ja auch logisch: Sie hat immer alle gerne gemocht und nie Streit gesucht. Sie hat sich sogar von der Kleinen das Gras aus der Schnauze klauen lassen ohne sie zu beissen. Kein Wunder das ihr Herz das nicht mitgemacht hat. Es ist wahrscheinlich einfach explodiert oder so... Mir könnte sowas schon mal nicht nicht passieren. Wenn die Kleine versucht mir was zu klauen, da wird sie immer ordentlich verdroschen! Mein Herz ist daher nicht in Gefahr.




Die Doro ist jetzt mal wieder sehr traurig. Sie hat uns alle nochmal Abschied nehmen lassen von Pony. Also haben wir erst mal versucht sie aufzuwecken in dem wir sie abgeschleckt haben. Und da sie nicht reagiert hat haben wir sie gezwickt. Aber auch das hat sie nicht sehr interessiert.
Und da war es dann auch für uns klar. Die Diagnose lautet: Exitus letalis.
Das Problem daran ist. Ein totes Schweinchen im Gehege lockt Fressfeinde an. Und wir wollen uns alle nicht in Gefahr begeben. Daher wollten wir Pony irgendwie beseitigen. Da die zu schwer zum schleppen ist haben wir beschlossen sie aufzufressen. Allerdings hat sich dafür niemand freiwillig gemeldet. Einerseits weil die langen Haare echt eklig schmecken und andererseits weil wir alle Veganer sind. Also haben wir ausgelost. Und obwohl Klara gelost wurde hat sie sich nach einem beherzten Probebiss ins Fell strikt geweigert Pony aufzumampfen. Zum Glück hat unsere Futtergeberin Pony dann aus dem Stall genommen und weit weg vom Schweinegehege auf einem wunderschönen Hügel begraben.






Die Futtergeberin hat die ganze Zeit geweint und war ganz arg traurig. Sie hat so getan, als ob Pony für immer weg ist. Dabei ist die doch für immer in unserer Erinnerung. Nur halt ohne Körper.
Die Futtergeberin erinnert sich dran was Pony immer für ein Unsinn angestellt hat und wie ängstlich sie am Anfang war. Und sie weiss noch ganz genau wie sie nach Monaten des ängtlichen Versteckens schliesslich zum allererstenmal ein Leckerli aus der Hand genommen hat. Das war ein toller Tag. Und wie sie jeden weiteren Tag ein wenig von ihrer Angst verloren hat, bis sie fast so furchtlos wie alle anderen war. 




 Motte weiss noch ganz genau wie es früher mit ihr war, als die Beiden noch mit ganz vielen anderen Schweinchen in einem dreckigen und kleinen Käfig leben mussten.Das war keine schöne Erinnerung. Aber als Sie beide dann hier ankamen und sich erst mal so arg über den ganzen Platz gefreut haben.
Norbi erinnert sich dran wie hübsch Pony immer war und wie gut sie gerochen hat. Zudem war sie immer lieb zu allen Anderen.
Und Smilla erinnert sich noch genau wie sie zum ersten Mal vor ihr stand. Ein riesiges plüschiges Ungetüm, dass ganz anders aussah als alle anderen Schweinchen die Smilla je gesehen hatte*.
 Am Anfang hatte sie ganz arg Angst, weil Pony mit ihrem Fell so gross gewirkt hat. Aber  sie hat sich ganz schnell in die Gruppe eingefunden und wollte niemand was Böses.
Und weil wir uns an so viel von ihr erinnern ist sie nie ganz weg. Ein Teil von uns ist immer bei uns und belegt ein Teil von unserem Herz. Aber nur ein Kleines (damit es nicht explodiert).
Das ist ausserdem sehr praktisch, weil sie uns jetzt nicht mehr den ganzen Salat wegfuttert.
Also macht es gut und seid bloss nicht so nett zu anderen, sonst kriegt ihr auch Probleme mit dem Herzen!"

*Die Schweine haben bei uns aus gutem Grund Internetverbot und dürfen sich keine Bilder von fremden Wutzen angucken. Norbi würde sonst immer versauten Kram, wie Skinny pigs (die sind nackt!!!) und youpigs.com anschauen.



Meine süsse Prinzessin! Ich kann es noch gar nicht glauben, dass du uns verlassen hast. Leider bist du plötzlich sehr krank geworden. Immer wenn ich ins Schweinezimmer schaue suche ich dich noch. Ganz hinten versteckt im Häuschen. Wie sonst immer. Nur diesmal bist du nicht mehr da. Schaust mich nicht mehr mit deinen Kulleraugen an. Ich vermisse dich! Du bist für immer in meinem Herz!



Donnerstag, 29. November 2018

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Manches ändert sich nie. Z.b. das Flocke Smilla Essen aus dem Mund klaut. Oder das alle Schweine trotz leckerem Frischfutter nach Leckerli betteln.

Alle Schweine sind wohlauf und fit

...und gieren nach Leckerli

Flocke nervt schon wieder Lizzy (die dick und rund geworden ist)
Manchmal ändert sich aber doch schleichend was. Nach einer ungewollt langen Blogpause ohne jeglichen Meerschweine-Imput für euch (Schande über mich) folgt nun... eine noch längere Pause.
Ich hab sogar daran gedacht die mediale Pforte ins Fellkartoffelzimmer komplett dichtzumachen. Mein Freund hat mich dann aber überredet den Blog erst mal so zu lassen.



Wie Blog zumachen? Wer hat das denn erlaubt?

 Der Grund für die Abwesenheit ist mein Job. Aktuell sollte ich meine komplette Freizeit ins Lernen für meine Facharztprüfung investieren. Sollte wohlgemerkt, denn gemacht hab ich objektiv auf die Lernmenge gesehen... noch fast nix. Denn leider bin ich Meister der Prokrastination und schiebe Sachen immer auf die lange Bank. 
Und was noch dazu kommt ist, dass man in der Prüfung nicht von anspruchsvollen, aber dennoch leicht bestechlichen Meerschweinen bewertet wird, sondern von schlauen Zweibeinern, bei denen die Bestechung mit Erbsenflocken eher wenig erfolgversprechend scheint.





Trotzdem will ich versuchen ab und an hier was zu schreiben, damit unsere kleine Schweinetruppe nicht vom Rest des Internets verschluckt wird. Dennoch bleibt es  auf dem Blog in nächster Zeit weiterhin sehr ruhig.
Wenn ihr Lust habt könnt ihr mir gerne witzige Geschichten oder Bilder von euren Schweinchen schicken, die ich dann als Gastbeitrag veröffentliche.  (Email: neeky@gmx.de)
Es würde mich jedenfalls sehr freuen wenn es hier nicht ganz so leer bleibt.
Jetzt wisst ihr zumindest warum hier aktuell gar nix läuft und ich immer mit einem leicht gestressten Blick durch die Gegend laufe.


Euch und euren Fellkartoffeln alles Liebe. Und vorsorglich auch schon mal:  
                    Frohe Weihnachten, frohes neues Jahr und frohe Ostern!   ....

 

Mittwoch, 12. September 2018

Fremdgehen






Norbi:  Wo warst du so lange?
Ich:      Nur kurz im Nachbardorf.
Lizzy:  „Du riechst nach Gras! Wo ist das Gras?
Ich:      Ich hab keins mehr. Ihr habt eure Portion schon vorhin gefuttert. Guck (*Hände vorzeig)  Da is nix mehr!
Smilla:  „Jetzt riech ich´s auch. Das ist Gras! Eindeutig. Und das ist noch was. Es riecht nach..... genau, nach fremdem Meerschwein!“ 
Norbi:  „Du gehst fremd?! Dich mit dem Rüdiger (Anm. der Redaktion: Rüdiger = Freund von Doro.) zu teilen ist ja schon schlimm genug! Und jetzt das!
Ich :     Ich hab doch nur 3 Tage lang auf Susas Fellkartoffeln aufgepasst!
Norbi:  „Unerhört. Wir wollen kein Gras mit fremden Wutzen teilen! Basta! Das wird nicht erlaubt!
Flocke, Pony, Motte (im Chor):  Genau!
Norbi:  „Und jetzt wollen wir nochmal Gras!
Alle Schweine im Chor: Genau! GRAS, GRAS, GRAS, GRAS!!!!
Ich:       Na gut, bevor ihr mich meuchelt hohl ich euch noch ein bisschen was.
Norbi:   „Ab jetzt darf auf fremde Meerschweine nur noch dann aufgepasst werden, wenn wir das vorher erlauben! Sonst gibt´s Hausarrest für dich!
Ich:      Schon gut. Ab jetzt kriegt ihr immer vorher Bescheid!“ 

Memo an mich: Falls ich mal keine Lust auf Arbeit hab, einfach mal bei meinem Chef behaupten, dass meine Meerschweinchen mir Hausarrest erteilt haben.  Irgendwie wär mir sein Gesichtsausdruck fast den konsekutiven dreiwöchigen Aufenthalt in der Landespsychiatrie wert. Aber nur fast. 


Und hier die Urlaubs- Fellkartoffeln (Toffeln):

Grasvernichtende Toffel

Fitness- Toffel

 
Leitbock-Toffel


Oma- Toffel

Diese Fellkartoffel war kaputt. Sie hat nicht gequietscht und hat sogar schon 2 lange Ohrsprossen ausgetrieben. Eindeutiger Fall von Nincheritis...

Model Toffel

 
Sack voll Fellkartoffeln


Ins Häuschen gepflanzte Toffel

Flausch-toffel


Immer noch Bock, aber kein-Bock-mehr-Toffel
 

Montag, 13. August 2018

Kurzhaarfrisuren


Wie jeden Sommer mussten die langhaarigen Fellknödel auch dieses Jahr wieder Haare lassen.
 Die kleinen Anarchisten haben sich nämlich das schönste und hellste Zimmer in unserem Haus als Bleibe ausgewählt, es im Anschluss nach Meerschweineart annektiert, alles eingesaut und überall ihren Kram rumfliegen lassen. Was das kleine Schweinchengehirn dabei jedoch nicht bedacht hat: Im Sommer ist es in den Hochlagen der Anden kühl, nicht aber in den Hochlagen von mäßig isolierten heimischen Dachgeschosswohnungen.
Mit Sack und Pack in den Keller zu ziehen ist mir persönlich zu aufwendig, also muss das Fell runter.
Und schon werden aus der hübschen Peruanerdame, der stattlichen Lunkaryamatrone und der Coronetdiva wieder unansehnliche Stoppeltiere.

Motte mit kurzem Fell. Hier ein Vergleich mit langem Fell.

Zu meiner Verteidigung ist zu sagen, dass ich als Kind nur eine Barbie hatte und der NIE die Haare schneiden durfte.
Daher beschränken sich meine Friseurkenntnisse auf das heimliche üben als 6 Jährige an den Haaren meiner 4 jährigen Cousine und sind als rudimentär zu bezeichnen. Und es gab trotz meiner gefühlten damaligen Meisterleistung nur wenig Anerkennung durch die zur Beurteilung hinzugezogenen  Erwachsenen, was meiner Karriere als Top Stylistin früh einen unüberwindbaren Riegel vorschob. Nebenbei bemerkt muss deren Sinn für Ästhetik zweifellos in Frage gestellt werden, denn auch das Werk meines Cousins die Haare seiner Schwester einige Wochen darauf mit Slimy*zu verschönern wurden nicht hinreichend gewürdigt.


[*Slimy: schleimige neonfarbene grüne Glibberflüssigkeit (wahrscheinlich hochgiftig) aus den 90ern, die nie wieder aus Textilien (oder in diesem Fall- Haaren) raus geht ]

 Bei den Schweinchen war es diesmal nach einigem Gezeter, viel entferntem Fell und einigen entfernten Nerven (also im übertragenen Sinne, denn ganz so tief hab ich nicht geschnibbelt) rasch überstanden. 
Leider sind meine Haarmodels jetzt für einige Wochen wieder etwas entstellt. Als Erinnerung noch ein paar Langhaar Bilder von Pony.

Nach dem Aufstehen:



Aufgestylt zum Ausgehen:




 Und da es auch bei Meerschweinehaltern zu massiven Debatten und rigoros geführten Kleinkriegen kommt bezüglich der Frage: "Soll ich meinem langhaarigen Meerschweinchen im Sommer die Haare schneiden?" , so vertrete ich die Meinung: Unbedingt. Insbesondere bei einer solchen Hitze. Was bringt mir ein hübsches Tier, dass sich vor lauter Fell kaum bewegen kann und immer kurz vorm Kollaps steht? Dann lieber ein kleines Zotteltier für ein paar Wochen.

 Meine Meerschweinchen sind auch nicht sonderlich frisur- oder figurbewusst und daher ist es ihnen ziemlich egal wo sich ihre Haare im Sommer so befinden. Ob an ihnen dran, im Müll oder in meiner Wäsche.
Und als Futtergeber muss einem dass auch irgendwann egal werden, denn man findet die Haare auch: auf der Couch, im Garten, im Treppenhaus verstreut, in der eigenen Kleidung und gelegentlich in den eigenen Haaren. Durch die luftige Leichtigkeit schweben sie lustig durch das ganze Haus und zeigen allen Besuchern unmissverständlich wer die wahren Herrscher dieses Haushalts sind.

Pony sind ihre Haare ziemlich wurscht.




Sonntag, 22. Juli 2018

Burn out

Um Abends etwas runter zu kommen kann man sich ganz chillig ins Schweinegehege setzten und den friedlichen Wutzen beim mümmeln zu sehn. Nichts ist beruhigender. Für mich.
Für die Wutzen ist es jedoch purer Stress wenn ich im Zimmer bin. Das heisst nämlich: Es gibt Leckerlis. Und sofort entbrennt ein harter Konkurrenzkampf.

Es gibt Leckerli!!!!


 Am schlimmsten trifft es Norbert. Der rennt sofort auf mich zu und bettelt erst mal wild und aufdringlich. Zudem hat er alle Pfoten damit zu tun Lizzy und Flocke wegzuscheuchen. Immer kurz vom burn out.


Betteln nach Schweineart. Nase in die Luft und süss gucken!
Klara rast währenddessen wie wild durch den Stall und verzweifelt an der Frage, ob ich sie jetzt fangen will um sie ins Freigehege zu setzten (ein eindeutiger und legitimer Fluchtgrund) oder ob ich doch nur leckeres Futter bringen will (ein eindeutiger Grund um schnell nach vorne zu stürmen).  Also stürmt sie ein oder zweimal quer durch den Stall und rennt dabei alle anderen Wutzen über den Haufen nur um sich dann doch wieder im gleichen Häuschen wie am Anfang zu verstecken.
Schweinelogik halt.

Pony hat eindeutig am wenigsten Stress. Sie sitzt einfach nur auf maximalem Abstand zu mir da und futtert ihr Heu und Grünzeug. Und wenn ich dann weg bin sucht sie die übriggelassenen Leckerli- Krümel vom Boden auf.


Damit auch die Angsthasenwutzen Motte und Pony was ab bekommen werfe ich ihnen oft einige Erbsenflocken und Sonnenblumenkerne vor die Schnauze.
Norbi kann das natürlich nicht ignorieren und flitzt sofort vom einen zum Anderen um möglichst viel abzustauben. Vor lauter Futterneid vergisst er dabei manchmal das Fressen.

Das sieht dann so aus, dass ich Pony was hinwerfe und er mit einem Affenzahn hinläuft, aber noch bevor er auch nur eine Erbsenflocke frisst werfe ich Motte was zu, weshalb er wiederrum schnellstmöglich zu ihr flitzt. Dann kriegt Lizzy, die vorne steht und bettelt was. Und promt muss er direkt nach vorne zu mir kommen. Bis er jedoch bei seinen Weibchen ankommt haben die immer schon alle Leckerli weggefuttert.
 Insgesamt kriegt er also auch nicht viel mehr als die Anderen. Ist aber hinterher wesentlich platter.
Armer Kerl. Ganz schön stressig, so ein Schweineleben.  Wenn er dann schliesslich ganz frustriert ist fängt er wahlos an zu brommseln und das nächstbeste Mädel zu bedrängen. Gibt man ihm dann eine grosse Ersebflocke ist der Kerl wieder beruhigt und geht erneut auf Leckerlijagd.

PS. Lizzy kriegt unterdessen mehr als alle Anderen, weil sie einfach immer driekt bei mir bleibt und mich mit grossen Kulleraugen ansieht. Das merkt man mittlerweile auch an ihrem Gewicht.

Bis denn, eure Doro


Dienstag, 10. Juli 2018

Backschweine auf der Flucht

Es ist endlich Sommer. Der Rasen ist kurz und die Fellkartoffeln sind durch das viele Gras ganz schön fett geworden. Natürlich nicht Alle.  Die schlanken Skinny Pigs (Klara und Flocke) haben die Figur gehalten. Nur die Dicken haben noch weiter zugelegt.
Immer wenn ich sie Morgens ins Freigehege setze und Abends zurückhole kommt es mir vor als würde ich eine Ladung Backsteine die Treppe hochschleppen. Hab das meinem Freund gesagt und er meinte nur: "Das sind keine Backsteine, das sind Backschweine."
Tja, kann man wohl so sagen. Neuer Fachbegriff für moppelige Wutzen.

Lizzy hat ordentlich zugelegt.


Eigentlich bin ich ein ziemlich tierlieber Mensch (Untertreibung des Jahrhunderts).
 Man sagt ja es gibt Hundemenschen und Katzenmenschen. Und da gibt es noch mich, die sogar Fruchtfliegen aus dem Orangensaft rettet.
Dennoch hab ich mein Herz hauptsächlich an die süssen Fellwalzen verloren und bin vor allem mal Schweinchenmensch.   

Was gibt es beruhigenderes als Schweinchen beim Futtern zuzusehn?


Katzen allerdings fand ich bislang nicht so toll. Die haben bei meinen Eltern im Garten vor allem ihre Hinterlassenschaften in den Beeten zurückgelassen. Daher war ich bislang nie besonders begeistert.
Und ich dachte auch immer, dass das so bleibt.
Bis zu dem Tag an dem unsere Nachbarskatze (Name mir unbekannt und daher nur "Katzi" genannt, grau getigert, wohnt im Haus hinter uns) sich zum Ziel gemacht hat das zu ändern. Sie hat sich schnurrend an mich rangeschmissen bis ich sie schliesslich gestreichelt hab. Und jetzt kommt sie regelmässig für Streicheleinheiten vorbei.

♥"Katzi"♥

Und bei Katzi blieb es nicht.
Die Nachbarskatzen sind mittlerweile so anhänglich und neugierig geworden dass sie penetrant ihr Revier um unseren Garten (und am liebsten um die ganze Wohnung) erweitern wollen.
  •  Das Gute daran: sie kacken nicht in den Garten, da der zum Revier gehört.
  •  Das Schlechte daran: alle Katzen lieben Schweinchen TV und sitzen oft vor dem Gehege, was den Wutzen (und mir) nicht gefällt. 
Und da massig Katzen in den Reihenhäusern direkt neben dem Garten leben, vergeht meistens keine halbe Stunde ohne Besuch. Daher ist unser Gehege auch gut gesichert, so dass die Schweinchen in Ruhe ihrer Mäharbeit nachkommen können.

Klara beim Rasen mähen.
 Um so schlimmer war der Schock als letzte Woche Klara plötzlich vor dem Gehege saß. Der Boden war dort an einer Stelle sehr uneben und sie hat sich wohl durch den winzigen Spalt durchgequetscht. Warum? Kein Plan.
Zurückgefunden hat sie dann natürlich auch nicht mehr und hat vor dem Gehege friedlich gefuttert bis ich sie entdeckt hab und schnell eingefangen hab. Glücklicherweise ging es ihr gut. Aber ich hab den Schock meines Lebens bekommen.
Memo an mich: In Zukunft den Boden noch mal auf Unebenheiten checken, denn es könnte sich ja eins der Skinny pigs durch eine Spalte quetschen. Oder einfach alle Schweine so stark mästen, dass gar keins mehr durchkommt.


Doro: "Sag mal Klara, bist du verrückt geworden dich als Katzenköder vor das Gehege zu setzen? Was wolltest du da überhaupt?"

Klara: "Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes ist einfach viel grüner! Also hab ich mich unter dem Gehege durchgequetscht und dort gefressen. Das Gras war dort zunächst auch grüner. Aber nur so lange bis ich dann dort war. Einmal drüben wollte ich wieder zu den Anderen, denn ob du es glaubst oder nicht, dort wo die waren schien das Gras auf einmal viel Grüner zu sein."

Doro: "Aber warum bist du dann nicht einfach wieder zurückgegangen?"

Klara:  "War zu anstrengend mich da nochmal durchzuquetschen. Und dann kam auch noch dazu, dass ich mich verirrt hab und den Weg nicht mehr gefunden hab. Und dann kamst schliesslich du daher und hast mich einfach geschnappt und in den Stall gesetzt. Tja. So war das. "

Doro: "In Zukunft bleibst du beim Mähen aber im Gehege! Ehrenwort?"

Klara: "Ich versuch es. Auch wenn es mir schwerfällt, denn vor dem Zaun ist das Gras doch immer so viel Grüner!"

Doro: *seufz

 

 

Dienstag, 26. Juni 2018

Verschollen

Verschollen in der Südsee? Ertrunken in Arbeit? Wo war ich? Noch wichtiger: Wo waren die Fellkartoffeln die letzten 2 Monate?

 Gerne würde ich euch was erzählen von meiner anstrengenden Arbeit im Krankenhaus mit 10 Tagen durcharbeiten und Nachtschichten (von 9 bis zu 14 Stunden täglich),  viel Haushaltskram und der Hochzeit einer guten Freundin (Geschenk basteln) etc pp.

Aber obwohl das alles stimmt ist der wahre Grund unserer Abwesenheit im Internet ein ganz anderer.
Nach jahrelangem, aufmerksamen Beobachten der faulsten Lebewesen des Planeten (meiner Wutzen) musste ich es ihnen einfach mal gleichtun.
Daher hab ich in meiner ziemlich knapp bemessenen Freizeit hauptsächlich auf der Couch rumgelungert, gefaulenzt und auch sonst eigentlich garnix gemacht.
Und die Schweine haben mitgemacht. Schlafen, Futtern, faulenzen. In Dauerschleife. 
Daher ist nicht nur der Blog zu kurz gekommen, sondern auch der Haushalt.

Für den Weg durch den Garten braucht man mittlerweile eine Machete und aus den Flusen unter unserem Bett kann man mengenmäßig wahrscheinlich Socken stricken. Aber was soll´s.
Jetzt hab ich endlich Urlaub und werde den inneren Schweinehund wieder an die Leine nehmen. Die to Do Liste ist lang.
Und auch die Wutzen werden wieder für Mäharbeiten im Garten angestellt. Auch wenn ihnen der tägliche Lieferservice durch mich deutlich mehr zusagt. Und als Fotomodels müssen sie auch wieder herhalten. Vorbei mit dem Chillen! Morgen geht´s los... oder übermorgen... oder irgendwann,  ganz bestimmt!