Samstag, 8. Juli 2017

Das tapfere Bommilein

Bommi hinkt. Der arme Kleine zieht die rechte hintere Pfote beim Laufen nach und belastete sie kaum.



Und genau deshalb waren wir mal wieder beim Tierarzt. 
Zuerst wurde Bommel gründlich untersucht, dann geröngt, dann rasiert und 3 mal gepiekt.
Beim Röntgen hat die Tierärztin nämlich einen verkalkten Knoten am Knie mit Muskelschwund auf der betroffenen Seite gesehen. Aus dem verdächtigen Knoten wurden also erstmal Gewebeproben entnommen.
 Das alles hat der kleine Bommi ohne Protest über sich ergehen lassen. Er hatte nämlich riesigen Respekt vor der Tierärztin.
Zu Hause lässt er immer voll den Macho raushängen und in der Tierarztpraxis war er plötzlich ganz kleinlaut und hat nicht mal gequiekt.
Obwohl ich ihn gehalten hab war er mir hinterher nicht so richtig böse. Ich vermute irgendwie hat er es vor lauter Schock nicht richtig geblickt. Und bis das Schweinchengehirn den Ereignissen nachgekommen ist waren wir schon wieder zu Hause. Hehe.

Jetzt kriegt er erstmal Schmerzmittel damit er das Bein wieder belastet.

Als Tip: Falls ihr bei mir in der Gegend (bei Tübingen)  wohnt und einen Tierarzt sucht kann ich meine Tierärztin Dr. Menzel sehr empfehlen. Sie kümmert sich wirklich sehr um die Schweinchen und hat/hatte auch selbst welche. Und die Tierarzthelferinnen in der Praxis sind super nett und hilfsbereit.



Jetzt hoffe ich mal dass sich Bommis Bein schnell wieder einkriegt und er bald wieder springen kann. PS. : Da der kleine Trottel sich nicht wirklich schont muss ich die ganzen Unterstände auf denen sie immer liegen raus nehmen. Typisch Kerl. Die machen was sie wollen und wenn´s dann wehtut folgt  das grosse Mimimi....




Mittwoch, 28. Juni 2017

Affenhitze




Und schon Durst? 
Die Wutzen auch. Meine stillen ihren Durst meistens mit dem Frischfutter und trinken echt wenig Wasser aus dem Napf. Genau genommen nie. 
Aber auch wenn ich sie echt niemals trinken seh (Coffee war immer die Einzigste) brauchen sie immer frisches Wasser. Denkt also bei der nächsten Erfrischung für euch, auch an eure Fellkartoffeln und reinigt die Wassernäpfe im Sommer öfters als sonst. 
Grüssle Eure Doro


Donnerstag, 22. Juni 2017

Mein Alltag mit den Schweinen


Erstmal Päppelbrei anrühren für die Oma Coca. 



Dann kriegt sie ihr Frühstück- zwischen 10 und 20 ml Päppelbrei und ihr Metacam (Schmerzmittel für die Arthrose). Bommel will natürlich auch immer was von Päppelbrei abhaben.

Coca verschmiert sich immer fürchterlich mit dem Brei.

Bommi lauert schon. Ob ein Tropfen runterfällt?




Gegen die Arthrose.


Dann wird die Futterecke von den Essensresten gesäubert und es kommt etwas frische Streu rein.

Nach der Party herscht das Chaos.



Dann werden die Wutzen gefangen. Zum Glück ist Coca da sehr chillig und bleibt einfach sitzen. 

Coca bleibt auch auf dem Arm relaxt.

Der Rest der Bande quetscht sich mit in die Plastikbox. Der Weg in den Garten ist kurz, aber  unbequem. Und Bommi kommentiert das auch lautstark. 

Gedränge auf dem Weg nach Draussen.

 Auf dem Weg nach unten wird noch der Wassernapf sauber gemacht.

Kurzer Zwischenstopp im Bad.

Und dann gehts raus ins Freigehege. 

Rein ins Grüne

Der mobile Rasenmäher... 



Und was das Futter angeht? Abends gibts immer was, Gemüse oder Wiese je nachdem. Aber wenn ich tagsüber mal zu Hause bin müssen sich die Fellkratoffeln ihr Futter draussen erarbeiten. 

Bis denn, eure Doro

Montag, 12. Juni 2017

No.2 - Die 5 grössten Lügen über Meerschweinchen


 Heute: Mein Meerschweinchen ist glücklich im Käfig.

Für jeden einigermassen informierten Halter dürfte klar sein. Meerschweinchen brauchen Platz. Die Zeiten in denen die Tiere einfach eingepfercht wurden um als Kinderspielzeug vor sich hin zu vegetieren sind vorbei. 

 Leider ist das obwohl offensichtlich noch nicht bis in die Köpfe der Industrie vorgedrungen. In den einschlägigen Zoofachgeschäften sieht man immer noch Gitterknäste in Reih und Glied. Diese werden meist an uninformierte Leute verkauft um schnell viel Profit zu generieren.


Platz um sich aus dem Weg zu gehen



Normalerweise kommen nur sehr fiese Menschen auf die Idee ihre Katze oder ihren Hund in Käfigen zu halten. Wieso dann also Kleintiere? Sie rennen gerne, erkunden gerne Neues und brauchen die Bewegung um gesund und fit zu bleiben. Wieso also?

Die Ursprünge der Käfighaltung sind in der Vergangenheit zu suchen. In der Kaninchenmast dürfen die Tiere nur wenig Platz wegnehmen. Es war unwichtig ob die Tiere wegen des Platzmangels nach kurzer Zeit psychische und nach längerer Zeit körperliche Schäden davontrugen, da man die Tiere meist nach wenigen Monaten geschlachtet hat.
Als Meerschweinchen irgendwann "in Mode" kamen wurde diese Art der Quälerei einfach übernommen. War ja ziemlich praktisch. Schnell gemistet, wenig Dreck. Für den Mensch ist Käfighaltung prima. Für das Tier was darin gefangen ist weniger.
Die wenigsten Haustierhalter wollen ihre Tiere jedoch zum Verzehr halten. Und so verbringen die Tiere nicht wie Schlachttiere eine sehr kurze, überschaubare Zeit in solchen Boxen/Käfigen, sondern ihr ganzes Leben (was auch mal 10 Jahre sein können). Und DAS ist wahre Tierquälerei.

Unser altes Gehege- mit Woody beim Chillen

Das neue Gehege
 Wenn man seine Tiere hält weil man sie wirklich gerne hat,  dann gibt man ihnen Raum zum Leben. Man gibt ihnen ein Gehege oder sehr viel Freilauf und freut sich daran dass es den Tieren gut geht. Daran, dass sie selten krank sind und sie sich untereinander toll verstehen weil sie sich auch mal aus dem Weg gehen können. Und sie bedanken sich auf schweinchenart. Indem sie laut quieken, brommseln und popcornen und uns was zum Beobachten bieten.


Hier ein paar der üblichen Argumente für Gitterkäfige und was ich dazu meine:

Ich züchte aber. Da kann ich unmöglich so viel Platz aufbringen. Die Tiere sind ja eh nicht lange bei mir.
Wenn man den Platz nicht hat sollte man nicht züchten. Manche Tiere bleiben für immer beim Züchter. Haben die etwa kein schönes Leben verdient? Klar ist das Züchter keine 3 qm pro Tier aufbringen können, aber mehr als die übliche Einpferchbox darf´s schon sein.
Zudem sollten Züchter sollten mit einer Vorbildfunktion für die zukünftigen Halter vorangehen.
Einzel- Buchtenhaltung von Böcken in winzigen Käfigen (100 x 50 cm oder kleiner) zeichnen eine schlechte Zucht aus. Hier sollte man keine Tiere kaufen, da dort nicht das Wohlergehen der Tiere im Vordergrund steht. Das Tier ist hier kein Familienmitglied sondern eine Ware. Also Augen auf beim Schweinchenkauf. 

Mein Meerschweinchen macht im kleinen Käfig garnix, das ist voll langweilig und braucht auch daher auch nicht mehr Platz.
Was soll es in nem Minikäfig auch machen? Im Kreis rennen (ist spätestens nach 5 Runden langweilig). Auf Häuschen hüpfen (ist nach dem 3ten mal uninteressant).
Wenn euch jemand ins Gästeklo einsperren würde, was würdet ihr tun? Sinnlos hin und her laufen oder hinhocken und warten bis euch jemand raus lässt!?

Mein Tier hat immerhin 2 Stockwerke und ein paar Stunden Auslauf am Tag.
Doppelstockkäfige sind meist nicht empfehlenswert weil die wenigsten Meerschweinchen mit ihrem dicken Po die Rampe überhaupt hochkommen. Die ist zu steil, der Käfig ist trotzdem zu klein und richtig rennen können sie auch nicht. Ich hatte als Kind auch so einen und fand ihn toll. Zum Glück bin ich heute ein wenig schlauer.
Oft schnobbert meine Truppe Nachts wie die Wildschweine durchs Gehege um verbleibende Leckerlikrümel oder kleine Hälmchen aufzuspüren. Nur stundenweiser Auslauf heisst nicht dass die Tiere dann gerade Lust haben wenn der Mensch das möchte. Zudem sind die meisten Ausläufe null meerschweinchenmässig interessant  eingerichtet, so das die Wutzen lieber in ihrem Stall hocken und drauf warten bis ihr Futtergeber sich mal bissl besser informiert.

Ein grosses Gehege kann ich mir nicht leisten. Ausserdem hab ich kein handwerkliches Geschick.
 Wenn das Geld für ein Gehege fehlt, dann sollte man sich keine Meerschweinchen anschaffen, denn die (irgendwann notwendigen) Tierarztkosten betragen wesentlich mehr. (Bei Momo belief  sich die kumulative Bilanz allein in der Zeit bei mir auf ungefähr 1200 Euro)
Ein Gitterkäfig ist teuer und kostet oftmals um die 70 Euro.
Für ca 30 Euro gibt es stattdessen Songmics Regale  oder einfach Abfallbretter aus dem Baumarkt. Für 10 Euro gibt es Teichfolie. Wir kommen auf 40 Euro Gesamtkosten. Das Gehege ist 5 mal grösser und sieht eine Million mal besser aus. Um eine Teichfolie auf dem Boden auszubreiten und 4 Bretter zu vernageln oder ein Fertigregal aufzustellenbraucht man kein Handwerker sein. Das schaffen sogar Kinder problemlos.

Ich habe keinen Platz in der Wohnung.
Weder der 3 Meter Couch, noch der Schrankwand oder dem Riesenflachbildschirm macht es was aus im Geschäft zu bleiben oder auf den Sperrmüll zu wandern. Und tada.. siehe da plötzlich ist Platz für Schweinchen da wo vorher keiner war. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung war der Platz wirklich knapp und trotzdem fand sich nach einigem hin und her ein geräumiger Platz fürs Schweinchengehege. Mein erster Stall war ein Eckstall. Auf Grund unserer kleinen Dachwohnung wurde jeder Zentimeter gebraucht. Also wurde mehrstöckig und über Eck gebaut. Das Konstrukt sah ... abernteuerlich /bruchbudenmässig aus. Weil die Rennfläche von 2 Metern nicht umsetzbar war (Wohnung zu schmal) gab es  immer noch Auslauf zusätzlich. Trotz der leichten Einschränkungen hatten es die Schweinchen viel besser als im Käfig. Ja, dafür macht man halt Abstriche an der eigenen Einrichtung (wir hatten z.B. keinen Esstisch). Aber das sind einem die Wutzen doch sicher wert! Oder nicht?

Der erste Stall



Wie ihr lesen könnt steigere ich mich immer total in dieses Thema rein. Es gibt so viele arme Wutzen da draussen, denen die Besitzer mit minimalem Aufwand ein tolles Leben bieten könnten.
Damit meine ich nicht das jeder sich so ein Riesenmonsterding wie ich in die Wohnung pflastern soll, sondern dass mit ein klein wenig Überlegung und ein paar Euro die ganze Welt für einige Tiere verbessert werden kann. Falls eure Tiere immer noch im Käfig leben, ändert das bitte. Macht euch heute einen Plan, Morgen ab zum Baumarkt oder schaut mal bei den Kleinanzeigen vorbei. Eure Schweinchen werden gelassener, zutraulicher und agiler. 

Daher heute mal als Thementag: Free Piggie!

Der Gästestall (für Urlaubsmeerschweinchen oder Vermittlungstiere)



Samstag, 3. Juni 2017

Zwerge

Bei uns ist in der letzten Woche viel passiert. Die Pflegeschweinchen sind schon wieder in Ihre neue Familie ausgezogen. Motte hat sich bei gekipptem Fenster einen Schnupfen zugezogen und niest gelegentlich noch ein bischen. Ich hoffe sie wird schnell wieder gesund.

Trotz Schnupfen fit und munter

 Der Rest der Bande befindet sich im Skepsismodus und hält respektvoll Abstand zu mir.
 Das hat mutmasslich was damit zu tun, dass mein Freund der die Bande die letzten Tage raus ins Freigehege gesetzt hat und er nicht so das "Schweinfühlungsvermögen" hat.

Smilla mit skeptischem Blick.

Pony wie immer eher ängstlich und in stylischer *husthust* Sommerfrisur.

  Zum Raussetzen werden die Wutzen von mir normalerweise langsam angelockt und mit Leckerli bestochen, dann ganz kurz geschnappt und auf den Beinen zwischengeparkt um dann ohne viel Stress in den Wäschekorb und von dort aus ins Freigehege zu wandern.
Bei meinem Freund läuft das ein bisschen anders:
Häuschen raus, Wutzen in die Enge treiben und von Oben rausklauben. Fertig. 
Das gefällt wiederum den verwöhnten Fellkartoffeln garnicht.
Und dann sind sie tagelang motzig mit mir. Und mit meinem Freund. Und mit dem Rest der Welt.
Jaja, das Leben ist kein Ponyhof, selbst für Pony und die Anderen 365-Tage-im-Jahr-freies-Essen-und-Logis-Schweine nicht.









Aktuell bin ich gerade dabei Bommi beizubringen auf meinen Schoss zu klettern. Mit Clickertraining. Und obwohl Bommi seeehr auf Leckerli steht mag er lieber nix dafür tun. Schon garnicht einem riesigen und potentiell gefährlichen Menschen auf den Schoss klettern. Denn obwohl ich ihm bislang noch nix Schlimmeres gemacht hab als Krallenschneiden ist es ja dennoch möglich dass ich plötzlich grossen Hunger auf Meerschweinchen kriege und mir ein Meerie nach dem Anderen in die Pfanne haue. Aus Bommis Sicht zumindest. Irgendwie hat er noch nicht mitgekriegt dass ich kein Fleisch esse.



Zumindest auf die Hand und den Fuss klettern klappt schon gut. Und da es dort immer Leckerli gibt muss ich Bommi immer mit sanfter Gewalt von meinem Fuss runterschubsen wenn ich aufstehen will. So sind Bommi und Coca (zu faul und alt zum wegrennen) immer die Einzigen die sich freiwillig fotografieren lassen.



Bommi beim Pfötchen geben

 Und dann gab es letzte Woche noch die neue Erkenntnis, dass Zwerge bei uns wohnen: 

Mein Feund zu mir: "Du magst Zwerge oder?"
Ich, an Herr der Ringe denkend: "Eh nö, eher Elben. Warum?"
"Weil Zwerge sind genau wie Meerschweinchen. 
 Sie sind klein, stark behaart und die Frauen tragen Bärte."

 Tatsache. Motte hat eindeutig ein Schnauzbart: 

Weiblicher Zwerg mit Bart


Freitag, 19. Mai 2017

Umwälzen

Meine Festplatte platzt. Aus allen Nähten. Obwohl es ein Riesending ist. Schuld sind die Meerschweine. Besser gesagt die gefühlte halbe Million Schweinebilder auf meinem Rechner. Und die müssen jetzt runter. Das mit dem Aussortieren klappt nur so mittelprächtig wegen: "Och, da guckt sie so lieb, auch wenn´s verschwommen ist." Oder :  "Nee, der ist schon gestorben- von dem kann ich keine neuen Bilder machen. Die KANN ich unmöglich löschen."  Auch wenn nur der flüchtende Hintern drauf ist etc.
Das ist auch der Grund warum ich aktuell so ungern Fotos mache.  Jedesmal muss ich was anderes dafür löschen.
Daher kommt heute die grosse - ich wälze meinen ganzen Fotokram auf eine drei externe Festplatten um- Aktion. Drückt mir die Daumen dass alles klappt. Sonst gibts demnächst nurnoch handgezeichnete Bilder auf dem Blog weil keine Fotos mehr da sind. Zum einstimmen darauf:

Mittwoch, 10. Mai 2017

Trio in Tricolor und Schwarz

Es sind wieder neue Pflegeschweinchen bei uns eingezogen. Franklin (Kastrat) und seine beiden Mädels Gina (tricolor) und Nora (schwarz). Die drei haben sogar schon Interessenten und können eventuell Anfang Juni zusammen ausziehen.

Gina die Neugierige

Nora - Schönheit ganz in schwarz.


Franklin hat bei Ankunft erstmal sehr viele Haare gelassen und hat auch leicht schuppiges Fell. Beim Tierarzt konnten keine Milben, Haarlinge oder anderes Krabbelgetiers gefunden werden, daher bekommt er jetzt erst mal aromatische Saaten zur Vitaminversorgung. Warscheinlich ist es einfach der Stress vom Umzug.

Franklin nimmt Leckerli auch schon aus der Hand



Auf Erkundungstour im Schweinezimmer


Die drei sind noch jung und richtig fit, brauchen also viel Platz zum rennen. Zudem rufen sie regelmässig lautstark nach Futter was meine eigenen Schweine etwas irritiert.  Wie findet ihr die Drei? Sind sie nicht zuckersüss?

Hier riecht was lecker!