Mittwoch, 15. Oktober 2014

Umziehen leicht gemacht



Vorgeschichte:
Unsere Vermieterin beschliesst  selbst in unsere Wohnung einzuziehen und wir müssen daher ausziehen.

5 Wochen vor Tag x:
Angestachelt von zahlreichen youtube-  Videos beschliesst Frau P. den perfekten Umzug auf die Beine zu stellen.  Schon 5 Wochen vorher werden wahllos Dinge in Kisten verfrachtet und im Flur abgestellt.  Der Umzugstransporter (ein Mercedes Kastenwagen ) wird von einer bekannten Autovermietung angemietet, der Umzugsservice der Telekom wird kontaktiert und ein Termin geplant. Die Wutzen sitzen gemütlich in Ihrem Käfig und schreien - wie immer- nach mehr Futter.  Die tägliche Futterration kommt noch regelmässig zu den Wutzen.

Ca 3 Wochen vor Tag x: Die Vermieterin beschliesst - bevor sie selbst einzieht das komplette Haus zu renovieren. Täglich nach der Arbeit wird mit undefinierbarem sehr lautem Gerät hantiert.  Die Wutzen sind initial leicht irritiert, sehen aber den Krach als Anlass noch lauter nach Futter zu schreien

Die Tomatenpflanzen welche an der Hauswand lehnen müssen weg, da Gerüstbauer ein Gerüst um die Hauswand stellen. Die  sorgsam von Herr S. gehegten Tomatenpflanzen (welche mutmasslich alle eigene Vornamen besitzen) werden in die Tonne getreten.  Den Wutzen ist es egal- Tomatenpflanzen sind eh ungeniessbar und die Früchte gibts auch im Supermarkt.

Die Gerüstbauer kommen - und bauen das Gerüst einmal ums Haus rum- natürlich ohne Aussparung irgendwelcher Ein- oder Ausgänge. Wozu auch? Man kann sich ja jedesmal ducken wenn man rein oder raus will.
 Fazit:  die Couch geht am Umzugstag gerade so durch die Tür- der Schweinestall nicht, daher wird der zeitnahe Abriss beschlossen. Die Schweine ahnen davon nichts und mümmeln gemütlich Ihr Heu.

Ca 2 Wochen vor Tag x :  
Die neue Wohnung wird komplett gestrichen- ein provisorisches Klappgehege für die Wutzen errichtet.  Wie das geht- mal hier schauen: Klappgehege oder hier: 

http://klappgehege.blogspot.de/


Filu wohnt zwei Tage mitten im Grössten Chaos bei uns. Woody ist im Dauerbrommselmodus und seine Weibchen sichtlich genervt. 

Die Umzugswoche:
Die Schweine ziehen ins provisorische Klappgehege und Woody mutmasst dass Filu jetzt in seinem alten Stall wohnt. Zudem fällt gelegentlich eine Schweinemahlzeit unter den Tisch oder verspätet sich unentschuldbar. Alle Schweine sind mehr oder weniger beleidigt.
Die Menschen sind alle so beschäftigt, das es KEINE Leckerli mehr gibt. Als Strafe versuchen die Schweine doppelt so schnell den Stall vollzudrecken. 

Tag x:
Heute ziehen auch die Mäuse und die Menschen um.  Der Kastenwagen steht uns durch die tolle Planung des Automietservices leider am Umzugstag nicht zur Verfügung.  Mittgeteilt wird uns dies am Vortag.  Statt dem kleinen Wägelchen kriegen wir einen Laster zur Verfügung gestellt. Einen GROSSEN Laster. 
Vorteil : All unser Kram passt mit einem Mal rein. 
Nachteil: Fahrt so ein Teil mal wenn ihr normalerweise einen Opel Corsa gewöhnt seid...

Der Umzug endet wie erwartet im Chaos- die für die Umzugshelfer eingekauften Würstchen sind nicht mehr auffindbar und modern mutmasslich in irgendeinem Auto vor sich hin.  Die meisten Möbel überstehen es mehr oder weniger leicht beschädigt.  Fernseher und Waschmaschine bleiben heil.

Während Frau P. also lernt Laster zu fahren und Herr S. lernt nicht auszurasten lernen die Schweine Geduld zu haben. 
Nur die Telekom lernt wie erwartet nichts dazu - nachdem am ersten Tag Telefon und Internet funktioniert, ist erst das Telefon, dann mal wieder Internet im Wechsel und schliesslich beides weg.  Nachdem am Ende überhaupt garnixmehr geht kommt eine SMS an:
" Vielen Dank das wir Ihnen mit Ihrer Störung weiterhelfen konnten, der Auftrag wurde stoniert. "
Verstehe: es geht hier garnicht ums Beheben von Störungen, sondern um deren  Auslösung. Wenn ich das nurmal vorher gewusst hätte. Nach wochenlangem hin und her klappt jetzt wieder beides. 

Unser neues Wohnzimmer am Umzugstag - NACH dem aufräumen

Der Umzug ist geschafft. Es lief alles schief was schief laufen konnte, aber who cares?
 Die Schweine haben sich im Übergangsgehege eingelebt, das Futter kommt wieder regelmässiger. Die Menschen hausen noch zwischen Kisten.  Aber es wird langsam. Bilder vom Gehege gibts irgendwann später, denn was die Schweine auch gelernt haben  ist aus viel Heu und Frischfutter noch mehr Bohnen zu produzieren.

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