Donnerstag, 27. November 2014

Ist er denn schon da, der Winter?


Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, die Meerschweinchen verfressener und Woody müder.
Winter is coming...


Mittwoch, 19. November 2014

To break out of prison

Was macht Smilla hinter Gittern? Das fragt sie sich jedesmal wenn sie im Garten ist. Sie möchte doch einen freien Blick auf die Welt.

Ich will raus!!!

Und wir wollen einen freien Blick auf Smilla, denn wir wollen schliesslich Fotos machen....
 Und damit kommen wir zu meinen Fototips Nr. 1: Die Kamera und das Setting. 

Bevor Ihr überhaupt irgendwas fotografieren könnt braucht ihr eine Kamera. Perfekt hierfür ist eine digitale Spiegelreflexkamera und ein gutes Objektiv. Während das Blogger Standartobjektiv  (Festbrennweite, 50 mm mit guter Lichtstärke) für Torten und Deko wirklich super geeignet ist (da günstig und praktisch) würde ich bei der Tierphotographie nicht unbedigt dazu raten. Die Wutz bewegt sich nämlich und wenn Ihr euch auch ständig bewegen müsst, dann sehr Ihr vor lauter Wutzenpanik nur Schweinehintern. Also wäre ein Zoomobjektiv günstiger. Da ich kein Fotograf bin und mich nur rudimentär auskenne rate ich hier zu keinem Bestimmten. Meins ist ein Tamron 28-75 mm  ; 1:1,8 , das ich auf meine Canon Eos 500 D gepackt hab. Und dafür musste ich damals als ich´s gekauft hab wirklich laaange sparen.


Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt euch eine Kamera zu kaufen - oder euch eine zu leihen, tut es zur Not auch die Handykamera. Aber lasst euch gesagt sein: EGAL und ich meine ganz egal was Ihr auch tut- die Bilder werden nie so gut wie mit der Spiegelreflex.
Also Punkt 1 : Besorgt euch eine gute Kamera.



Punkt 2 : Wollt Ihr die Schweine im Stall/Gehege fotografieren, dann solltet Ihr keine Gitter  (wie bei Smilla oben) im Weg haben, sondern lieber ohne fotografieren:

Gitter im Hintergrund- aber nicht vor dem Schwein

Man sieht im Netz Milliarden  Bilder von Meerschweinchen auf denen die Besitzer sie im Käfig durch die Gitter fotographiert haben. Tut das bitte nicht. Meerschweinchen hinter Gitter sehen oft einfach nur bemitleidenswert aus. Zudem habt Ihr Probleme das Schwein scharf abzubilden, da sich häufig das Gitter im Autofokus der Kamera scharf stellt. Wenn Ihr euren Käfig zeigen wollt, dann ist das schon ok, wenn Ihr aber die kleinen Pelzkugeln in den Fokus setzen wollt, dann lasst das Gitter weg. 

links oben: Unsere Wiese mit Schweinegehegeset und Decke für die Fotographin; rechts: Felldecke als Untergrund- noch ohne Wutz; links unten: Stall vorm Misten


Weiter gehts. Tip 3: Egal an welchem Ort Ihr fotografiert, macht vorher sauber. Für Halloweenbilder sind Schweineexkremente super, aber sonst gilt: Jeder Schweinebesitzer weiss wie platte, klebrige, riesige Bohnen aussehen...  und das zur Genüge. Also : Macht den Mist VOR dem Foto weg.

Tip 4: Wollt Ihr die Wutzen in freier Wildbahn knipsen, dann baut das Set vorher auf. Ohne Wutz.  Oder Ihr knipst sie beim Freilauf mit viel Futter und am besten in schweinischer Gesellschaft. Wenn das Set steht knipse ich immer erst ein paar Probebilder wegen dem Licht und der Optik. Evtl. mit meinem Schuh als Lichtdouble. Und dann ganz zuletzt setze ich das Schwein in das Set.  Oben im Bild sieht man die Felldecke für dieses Shooting:


So bleiben die Wutzen entspannt und sind nicht gestresst.
Am liebsten knipse ich die Wutzen im Sommer draussen, da dort natürlicherweise viel Licht herrscht. Ausserdem gefallen mir Bilder mit viel Gras und Ästen immer ganz gut- die Schweine sind entspannt und fressen und ich hab alle Zeit der Welt gechillte Wutzen zu knipsen.



Wichtige Kriterien für das Set:
  1.  Sicherheit für die Schweine geht vor
  2. Schaut das möglichst viel Licht vorhanden ist (draussen fotographieren, oder in hellen Räumen)
  3. Vorher Lage checken , Decken, Gemüse etc. aufbauen und Testfotos schiessen
  4. Was zu fressen für die Schweine bereithalten: 



        4. Bringt sehr viel Geduld mit (macht es euch schonmal bequem)- Oft braucht man wirklich lange für ein gutes Bild. (Die machen halt alle was sie wollen)
         5. Wenn ein Schwein keinen Bock mehr hat, nervös oder ängstlich wird setzt es zurück in den Stall und probiert mit dem Nächsten weiter.
       

Woody: `Das wichtigste hast du vergessen!´
Ich: `Was?´
Woody: `Die Bezahlung für die Fotomodells muss im voraus, während, anschliessend und zwischen allen Fototerminen entrichtet werden! In essbaren Naturalien versteht sich!´

So das wars mit den reinen Grundlagen, das nächste Mal erzähl ich euch was zu Licht und wie man helle UND scharfe Bilder bekommt.
      

Montag, 17. November 2014

Von Stars und Sternchen

In der nächsten Zeit gibts mal ein paar Tips für die Paparazzi unter euch. Ihr wollt eure Meerschweine in allerlei prekären Situationen überraschen?  Und dann tolle Bilder rumzeigen wie eure Wutzen gerade popcornen oder gähnen oder lustige akrobatische Luftsprünge machen?
Dann muss ich euch leider sagen: Vergesst es! Denn eigentlich tun Schweine nämlich nie was anderes ausser Fressen. Und Schlafen. Immer abwechselnd.
Und schon nach kürzester Zeit wünscht Ihr euch interessantere Fotomodelle z.b. Blumenstäusse oder Herbstlaub.


Was man aber nicht vergessen darf: Meerschweinchen sind einfach unglaublich niedlich.  Also selbst wenn eure Wutz etwas tumb in der Gegend rumhockt und frisst - oder schläft- gibt es trotzdem Möglichkeiten ein super Schweinebild zu machen. Es wird zwar kein : `Oh, schaut mal wie sportlich mein Schwein heute ist!´- Bild, aber evtl. ein `Oh, schaut mal wie niedlich mein Schwein beim Fressen/Schlafen guckt!´- Bild.
 Und dafür gibt es in den nächsten Tagen ein paar Fototips von mir. Seid gespannt....
...



Donnerstag, 13. November 2014

Mit Schirm, Charme und Melone

 Warum ich meine Meerschweinchen nicht verkleide? Zu Halloween, zu Fasching, oder einfach für süsse Fotos? 
Wenn man viel auf amerikanischen Websites über Meerschweinchen stöbert kommt man schliesslich an Meerschweinchen im Biene Maja Kostüm oder Ritterrüstung kaum vorbei.

Generell muss ich sagen- Hüte oder Brillen aufzusetzten, die die Tiere jederzeit abschütteln können wenn sie wollen (und das auch tun) finde ich nicht so tragisch. Unnötig zwar, aber nicht dramatisch.

Einmal hab ich -mit viel Gras als Bestechung- versucht Woody und Co mit Papierhüten zu fotografieren. Aber obwohl Woody sich nur auf´s Gras gestürzt hat und den Hut komplett ignoriert hat lag der den Grossteil der Zeit neben dem Schwein.  Und Woody war noch friedlich im Vergleich zu den Anderen, die einfach keinen Bock drauf hatten und den Hut einfach mit einem Kopfschütteln runter geworfen und dann angenagt haben. Viva la revolution. Wie hätten sie den noch deutlicher sagen können das Ihnen Hüte einfach nicht gefallen?




Von Ganzkörperanzügen in die man die Tiere steckt halte ich allerdings ganrnichts.  Und zwar nicht weil ich finde das die Tiere dabei unglaublich gequält werden, sondern weil dabei einfach der Respekt vor dem Tier fehlt.


Viele Leute sehen nicht das Ihre Wutzen echte kleine Individuen sind- keine Puppen, kein Spielzeug.
Sie haben Persönlichkeit, Mut und Witz, sind verspielt und verfressen (ja vor allem verfressen). Aber nur wenn ich Ihnen die Gelegenheit gebe, in den Hintergrund trete und Ihnen die Bühne überlasse.

Woody zum Beispiel der bei Streit immer cool und relaxt bleibt, aber wenn das Futter zu spät kommt  aus lauter Ärger anfängt zu popcornen oder zu brommseln. 

Und Nami, die immer alle Anderen ärgert , aber total entsetzt ist wenn sich mal einer wehrt- ganz Diva like halt. 

Oder Coca, deren Mund IMMER mit irgendwas verschmiert ist und die nur in der zweiten Reihe Leckelis abstaubt. Das ist enorm klug, denn wenn der böse Mensch plötzlich Appetit auf Meerschwein kriegt schnapp er sich logischerweise erst die in der ersten Reihe. 

Und weil jedes meiner Wutzen für sich genommen schon ein toller Darsteller ist- und superniedlich sowieso hab ich keine Notwendigkeit für Kostüme. Und an Halloween oder Fasching werden die Schweine eben virtuell verkleidet. So können die Wutzen sich relaxt zurücklehnen - oder über die verspätete Futterlieferung motzen, ohne das sie aus dem sicheren Heim raus müssen.



Halloween 2013- mit gimp gemalte Vampirzähne ...

... und Hörner.


Was denkt Ihr über verkleidete Haustiere? Findet Ihr das niedlich, oder doch eher doof?
Grüssle eure Doro


















Montag, 10. November 2014

Was wurde eigentlich aus....

.. dem alten Schweinestall?

Die Bretter, die Schrauben, kurzum alles wurde wiederverwertet und in fusseliger Kleinarbeit zum Mäusegehege umgebaut. Jetzt haben die 5 Mausels wieder viel  Platz zum Unfug machen.

Und die Wutzen? Deren Stallneubau ist auch in Planung. Dauert aber noch etwas. Die Herausforderung besteht darin einen 3 x 2 Meter Stall so in Einzelteile zu verplanen das sie mit meinem kleinen Corsa transportierbar und zu Hause wieder leicht zusammenschraubbar sind- und nein, auf´s Dach schnallen der Bretter ist keine Option.





Mit Bewohner