Mittwoch, 19. November 2014

To break out of prison

Was macht Smilla hinter Gittern? Das fragt sie sich jedesmal wenn sie im Garten ist. Sie möchte doch einen freien Blick auf die Welt.

Ich will raus!!!

Und wir wollen einen freien Blick auf Smilla, denn wir wollen schliesslich Fotos machen....
 Und damit kommen wir zu meinen Fototips Nr. 1: Die Kamera und das Setting. 

Bevor Ihr überhaupt irgendwas fotografieren könnt braucht ihr eine Kamera. Perfekt hierfür ist eine digitale Spiegelreflexkamera und ein gutes Objektiv. Während das Blogger Standartobjektiv  (Festbrennweite, 50 mm mit guter Lichtstärke) für Torten und Deko wirklich super geeignet ist (da günstig und praktisch) würde ich bei der Tierphotographie nicht unbedigt dazu raten. Die Wutz bewegt sich nämlich und wenn Ihr euch auch ständig bewegen müsst, dann sehr Ihr vor lauter Wutzenpanik nur Schweinehintern. Also wäre ein Zoomobjektiv günstiger. Da ich kein Fotograf bin und mich nur rudimentär auskenne rate ich hier zu keinem Bestimmten. Meins ist ein Tamron 28-75 mm  ; 1:1,8 , das ich auf meine Canon Eos 500 D gepackt hab. Und dafür musste ich damals als ich´s gekauft hab wirklich laaange sparen.


Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt euch eine Kamera zu kaufen - oder euch eine zu leihen, tut es zur Not auch die Handykamera. Aber lasst euch gesagt sein: EGAL und ich meine ganz egal was Ihr auch tut- die Bilder werden nie so gut wie mit der Spiegelreflex.
Also Punkt 1 : Besorgt euch eine gute Kamera.



Punkt 2 : Wollt Ihr die Schweine im Stall/Gehege fotografieren, dann solltet Ihr keine Gitter  (wie bei Smilla oben) im Weg haben, sondern lieber ohne fotografieren:

Gitter im Hintergrund- aber nicht vor dem Schwein

Man sieht im Netz Milliarden  Bilder von Meerschweinchen auf denen die Besitzer sie im Käfig durch die Gitter fotographiert haben. Tut das bitte nicht. Meerschweinchen hinter Gitter sehen oft einfach nur bemitleidenswert aus. Zudem habt Ihr Probleme das Schwein scharf abzubilden, da sich häufig das Gitter im Autofokus der Kamera scharf stellt. Wenn Ihr euren Käfig zeigen wollt, dann ist das schon ok, wenn Ihr aber die kleinen Pelzkugeln in den Fokus setzen wollt, dann lasst das Gitter weg. 

links oben: Unsere Wiese mit Schweinegehegeset und Decke für die Fotographin; rechts: Felldecke als Untergrund- noch ohne Wutz; links unten: Stall vorm Misten


Weiter gehts. Tip 3: Egal an welchem Ort Ihr fotografiert, macht vorher sauber. Für Halloweenbilder sind Schweineexkremente super, aber sonst gilt: Jeder Schweinebesitzer weiss wie platte, klebrige, riesige Bohnen aussehen...  und das zur Genüge. Also : Macht den Mist VOR dem Foto weg.

Tip 4: Wollt Ihr die Wutzen in freier Wildbahn knipsen, dann baut das Set vorher auf. Ohne Wutz.  Oder Ihr knipst sie beim Freilauf mit viel Futter und am besten in schweinischer Gesellschaft. Wenn das Set steht knipse ich immer erst ein paar Probebilder wegen dem Licht und der Optik. Evtl. mit meinem Schuh als Lichtdouble. Und dann ganz zuletzt setze ich das Schwein in das Set.  Oben im Bild sieht man die Felldecke für dieses Shooting:


So bleiben die Wutzen entspannt und sind nicht gestresst.
Am liebsten knipse ich die Wutzen im Sommer draussen, da dort natürlicherweise viel Licht herrscht. Ausserdem gefallen mir Bilder mit viel Gras und Ästen immer ganz gut- die Schweine sind entspannt und fressen und ich hab alle Zeit der Welt gechillte Wutzen zu knipsen.



Wichtige Kriterien für das Set:
  1.  Sicherheit für die Schweine geht vor
  2. Schaut das möglichst viel Licht vorhanden ist (draussen fotographieren, oder in hellen Räumen)
  3. Vorher Lage checken , Decken, Gemüse etc. aufbauen und Testfotos schiessen
  4. Was zu fressen für die Schweine bereithalten: 



        4. Bringt sehr viel Geduld mit (macht es euch schonmal bequem)- Oft braucht man wirklich lange für ein gutes Bild. (Die machen halt alle was sie wollen)
         5. Wenn ein Schwein keinen Bock mehr hat, nervös oder ängstlich wird setzt es zurück in den Stall und probiert mit dem Nächsten weiter.
       

Woody: `Das wichtigste hast du vergessen!´
Ich: `Was?´
Woody: `Die Bezahlung für die Fotomodells muss im voraus, während, anschliessend und zwischen allen Fototerminen entrichtet werden! In essbaren Naturalien versteht sich!´

So das wars mit den reinen Grundlagen, das nächste Mal erzähl ich euch was zu Licht und wie man helle UND scharfe Bilder bekommt.
      

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen