Dienstag, 31. März 2015

Schweineverhalten: Ich glaub mein Schwein pfeift!

Gestern abend kam ich auf die schlaue Idee den Wutzen mal einige Schweinchengeräusche vorzuspielen.

Beim "Gibt mir FUTTER!- quieken" wurde in Vorfreude auf das Essen mitgequietscht.

Beim "Verlassenheitsquieken" eines Babyschweinchens kamen alle Wutzen herbeigeeilt um dem etwas flachbildschirmartigen Ipad-schweinchen zu helfen. Ausser Woody, der hat weiter im Heu gechillt. Kindererziehung ist seiner Ansicht nach eher Frauensache wie´s aussieht.

Beim "Lass mich in Ruhe ich hab keinen Bock auf streicheln- quietschen" passierte ausser einem Beruhigungsgurren von Coffee garnix.

Und dann hab ich blöderweise auch noch den seltenen Laut des Chirpens vorgespielt. Man liesst im Internet viele Theorien warum die Wutzen den Laut machen der ein wenig wie Vogelzwitschern klingt. Es wird häufig bei Rangordnungsstreitigkeiten in der Gruppen (besonders bei fortpflanzungsbereiten Weibchen) beobachtet.
 Bei mir waren die Schweinchen jedenfalls blitzartig unter Häuschen verschwunden und in Deckung gerannt, teilweise hockten sie sogar in Angststarre da.  Sofort hab ich das Geräusch abgestellt, aber selbst mit Lieblingsleckerli und beruhigendem Zureden hat es bestimmt 5 Minuten gedauert bis die Wutzen nicht mehr ganz so erschrocken waren. Leider hab ich das Ganze nicht gefilmt und nochmal mach ich das sicher nicht. Die Wutzen waren echt total von den Socken.

Was auch immer die Theorie hinter dem chirpen sein mag, für mich steht fest: Meerschweinchen die diesen Laut machen haben extrem Stress- und die ganze Gruppe mit Ihnen. 
Falls eure Wutzen Nachts also anfangen zu zwitschern, dann solltet ihr schauen was die Tiere so stresst.

 Ist die Rangordnung nicht ganz geklärt, oder gar zu wenig Platz da um einem überlegenen Schweinchen aus dem Weg zu gehen? 
Wenn die Rangordnung ausgefochten wird hilft vor allem ein grösserer Käfig! 


Zu wenig Hütten? 
Pappkartons  sind auch super! 


Zimmer Nachts zu dunkel? 
Rolladen bissl auf lassen. 


Raubtiere (Hunde/Katzen) vor dem Käfig? 
Getrennt von den Schweinen unterbringen soweit möglich.


 Nach Beseitigung der Stressursache stellen die Tiere in der Regel das Verhalten ganz schnell ein und sind wieder rundum entspannte Fellkartoffeln.

Die Geräusche hab ich euch oben verlinkt- aber bitte tut euren Wutzen den Gefallen und spielt ihnen das chirpen nicht vor- das ist nämlich echt fies!

Grüssle eure Doro






Freitag, 27. März 2015

Urlaubsgrüße aus Schneckenhausen und die weltbesten Tips für Golfrasen

Wir sind aus unserem Kurzurlaub wieder da! Aus Schneckenhausen. Die Schweine haben den Urlaub super überstanden und freuen sich an Ihrem neu gemisteten Gehege. Und wir haben jetzt sogar noch ein paar Tage frei! Yeah!!!

Doch trotz sonnigem Wetter musten die Wutzen erstmal drin bleiben, denn leider sieht unser Rasen nach dem alljährlichen Vertikutieren aus wie ein Schlachtfeld. Nachdem alles Moos raus ist steht garnix mehr. Auch kein Gras. Also wurde kräftig nachgesäht, was wiederum die Spatzen dazu verleitet auf den Büschen solange zu lauern bis alle Menschen im Haus sind, damit sie alles Gesähte wieder auspicken können. Wenn man jetzt also auf der Liege im Garten chillt und den Blick gegen Himmel schweifen lässt sind die Büsche voll mit Spatzen. Hitchcock lässt grüssen.

À propos Gras. Wir hatten vom letzten Jahr noch Rasenmischung übrig die sich : "Berliner Tiergartenmischung" nennt. Kann ich nur empfehlen. Also für Meerschweinchen. Laut Internet treibt die Mischung schnell aus nur um dann noch schneller auszulichten um dann unzähligen Unkräuter Platz zu machen. Auch für Golfrasen ideal geeignet. Ihr braucht keine Tees mehr (die kleinen pilzartigen Schnupsis auf denen der Ball hingelegt wird), sondern könnt direkt die Blüten vom Löwenzahn zum ablegen nehmen. Voll praktisch.

Und nach meinen ultimativen Golfrasentips, Urlaubsgrüßen aus Schneckenhausen und einer durch zu viele Horrorfilme getriggerte Sicht auf unsere heimische Vogelwelt gibts hier auch noch ein süsses Bild vom Woody: 






Donnerstag, 19. März 2015

So leb ich.....


"Hi, ich bins, die Nami, auch Schnäuzel genannt! Heute zeig ich euch mal wie wir so leben. Interessiert?
Hier sieht man uns alle in unserem Gehege. Die Hübscheste (da links unten in der Ecke), das bin natürlich ich.

Der Stall ist wie man sieht viiiiiiel zu klein für uns alle, denn eigentlich will ich mehr Platz. Da kann man nicht mal richtig rennen.  Daher gibts manchmal noch Freilauf  vor´m Gehege. Aber nur unter Aufsicht. Als ob ich was kaputtnagen würde. Obwohl... Socken, Bücher und herrenlose Heutüten mal ausgenommen.






Der vordere Teil vom Gehege ist mit Fleece ausgelegt und das hintere Abteil mit Einstreu und Heu drüber. Das ist vielleicht ne Schikane sag ich euch. Man muss immer über diese Abtrennstufen springen um zwischen den Abteilen hin und her zu wechseln. Die Futtergeberin meint das ist damit nicht so viel Streu auf den Fleece geschleppt wird und damit wir sportlich bleiben. Als ob ich das nötig hab!
Um das ganze ein wenig zu boykottieren sammele ich daher immer heimlich Streuflocken in meinen langen Haaren und verteile sie im kompletten Gehege. Als Demo,  Für EXTRA, und bis die Trennwand fällt.





  Hier seht ihr Woody der- wie immer eher behäbig-  von der Stufe hupst.  Und dahinter, das ist die doofe Trennwand die kein Schwein braucht. "

Anm. d. Redaktion: Zum Misten ist es so echt einfacher. Daher bleibt die Wand stehn - sorry Schnäuzel.

"Und hier bin ich zu sehen, die auf die Treppenstufe segelt: 




Die Gegenstände wechseln nach jeder Stallreinigung den Platz- komischerweise ganz von alleine. Die haben warscheinlich auch ein Eigenleben und huschen in unbeobachteten Momenten durch die Gegend. Gruselig.  Lieber nicht drüber nachdenken. Wenigstens wird es uns dann nicht so schnell langweilig. 

Am liebsten bin ich natürlich im Heuabteil. Dort sind grad die Sonnenplätze mal wieder alle belegt- wie hier durch Coffee die sich mal wieder mitten in den Durchgang legt. Das nächste mal muss ich direkt Morgens mein Handtuch hinlegen um mir die besten Plätze zu sichern. 




Also heute war´s nix mit Sonnenplatz, daher geh ich mal ne Runde chillen in meinem Lieblingshäuschen. Da pass nur ich bequem rein, denn die Anderen sind alle zu fett dafür! Selbst schuld, die sind auch echt zu gefrässig.  Also bis denn,
 euer Schnäuzel 



Dienstag, 17. März 2015

Sparen für Fortgeschrittene

Wir wohnen ja im Schwabenland. Und obwohl wir Zugezogene sind übernimmt man trotzdem mit der Zeit einige Traditionen. Man fängt an Spätzle selbst zu schaben (spätestens nach dem masslos entsetzten Gesichtsausdruck der Arbeitskollegen wenn man einräumt das einem das eigentlich zu viel Arbeit ist und man lieber welche kauft), man versteht Dinge wie : "Bombobabierle" (nein, kein Klopapier), und man fängt an bei allem zu sparen.
Und so kann der Rest vom Päppelbrei aus diesem Video auch nicht einfach in die Tonne wandern, sondern er wird gerecht unter allen Meerschweinchen aufgeteilt. Die eingeschwäbelte Seele schnurrt und man kann sich schliesslich einreden das man die Schweine für den Ernstfall trainiert.

Und da die Ernährung der Schweine normalerweise kein Gramm Critical care beinhaltet fahren sie jetzt wo es mal Kalorien gibt dementsprechend drauf ab.  Wenn ich sie gelassen hätte hätten sie wohl den Finger bis aufs Skelett abgenagt...aber schaut selbst:








Donnerstag, 12. März 2015

Neues Heu braucht das Land

Jahrelang hab ich gesucht. Nach dem besten Ausschau gehalten. Schön grün sollte es sein, fluffig und lecker riechend.  Und natürlich sollte es den Wutzen schmecken. Und endlich hatte ich es : das perfekte Heu! Vom Dehn*r in Bio Qualität. Bio Bergwiesenheu zu einem stolzen Preis.

Und dann das: Giftpflanzen im Heu. Entdeckt hab ich sie vor 2 Wochen beim misten.
Herbstzeitlose nennen sich die hübschen Pflanzen und leider haben Sie genug Giftpotential um Pferde, Menschen und Meerschweinchen dahinzuraffen. Und leider bleibt die Pflanze hochgiftig auch im getrockneten Zustand.



Nach meinem Fund - ein Blatt war eindeutig angenagt!!! OMG!!! -bin ich durch solche posts sensibilisiert hektisch ins Internet um mir Klarheit zu verschaffen. Aber selbst durch mehrfaches Nachlesen und böses Anstarren von Bildern verliert die Pflanze nix an Giftpotential.
Nach dem obligatorischen Tierarztbesuch ist der erste Schock überwunden. Es geht allen Wutzen gut und keiner hat irgendwelche Symptome einer Vergiftung mit Herbstzeitlosen die da wären:  Durchfall, Apathie, vermehrtes Durstgefühl wegen Nierenschädigung, Haarausfall etc.  Die Wutzen wurden anschliessend genau beobachtet. Doch ausser dauerhaft vermehrtem Hungergefühl zeigten sich glücklicherweise keine Symptome. Nochmal gut gegangen. *uff*

Und jetzt? In 2 gekauften Heusäcken (von insg. 6) befinden sich Teile der Herbstzeitlose. Der Marktleiter wurde informiert und wird sich wiederum um eine Verständigung des Lieferanten bemühen. Es ist klar- bei einem Naturprodukt wie Heu können immer mal Giftpflanzen drin sein, aber als Verbraucher verliert man so leider das Vertrauen ins Produkt.Und in den Markt. Und in die Tierfutterindustrie. BÄM.  (Als ob ich jemals Vertrauen in die gehabt hätte)
Daher hab ich jetzt bei verschiedenen Heuanbieter im Internet bestellt. Bin mal gespannt was da kommt.

Grüssle eure Doro


Freitag, 6. März 2015

Mein Kuschelpartner...

..die letzten Tage war leider weder mein Freund, noch meine Schweine, sondern mein kleiner Virus, der sich in meinen Bronchien und Nasennebenhöhlen ein bequemes Plätzchen geschaffen hat.
Jaja, die Grippewelle rollt über Deutschland und wir alle dürfen mal ne Runde mitsurfen.
Und die Schweine? Die sind gesund und rufen fröhlich nach Futter. Und damit es auch so bleibt gibts heute mal nen Quick Tip: Wie schütze ich eigentlich meine Haustiere vor Ansteckung wenn ich selbst krank bin?


1) Kontakt minimieren. Falls Ihr in eurem Haushalt noch jemand habt der nicht krank ist, dann ist es günstig demjenigen die komplette Pflege zu übertragen und sich möglichst komplett von den Wutzen fernzuhalten.

Und auch wenn Ihr besonders down seid, Meerschweinchen sind nicht der richtige Kuschelpartner wenn Ihr die Grippe habt, denn gerade kleine Nager können vom Menschen angesteckt werden. Aber nicht jeder Virus ist auch für Haustiere gefährlich. Und wie kann man das unterscheiden? Oft garnicht- das ist ja das Problem.
Und umgekehrt funtioniert das mit dem Anstecken auch ganz prima. Zoonose nennt man das. Bei Meerschweinchen aber eher selten, es sei denn eure Schweine haben auf dem Faschingsumzug die Sau rausgelassen- und sich bei anderen Wutzen angesteckt, dann besteht auch für euch akute Gefahr. Wenn eure Wutzen aber nicht G-force like durch die Gegend ziehen (was wohl die wenigsten Wutzen tun) dann ist die Gefahr anderst herum wesentlich höher.

2) Hände waschen. Und anschliessend desinfizieren. Vor´m Grünzeug schnibbeln und vor jedem direktem Kontakt. Und nach dem Händewaschen nicht mehr im Gesicht und an der Nase rumfingern (wegen Tröpfcheninfektion).

3) Tiere trotzdem täglich kurz beobachten- niesst jemand? Fressen alle gut? Wenn nicht dann ab zum Tierarzt. 

Das wars im wesentlichen. Easy, oder? Und was macht man statt Schweine beobachten dann so?
Z.b. die Gimp Tips ausprobieren- oder einfach müde und abgeschlagen im Bett und auf der Couch rumhängen.  Oder sinnfreie Posts schreiben, die kein Mensch braucht.

In diesem Sinne- alles Liebe von Doro (und Ihrem neuen best buddy dem Virus)


Donnerstag, 5. März 2015

Schweineschminken


So, heute zeige ich euch mal wie Ihr eure Wutzen bemalt. Natürlich nur virtuell, denn heute geht es um die Nachbearbeitung der Photos. Hierzu benutze ich gimp (weils kostenlos ist und mir Photoshop zu teuer ist). Mit gimp kann man nahezu alles machen was photoshop auch kann, aber es ist ein klein wenig komplizierter. Ready? Hier die ersten Schritte.



Vorab:  Mit Bearbeiten (oben in der Leiste) und Rückgängig kann man alle Schritte wieder rückgängig machen. Falls Ihr mal nen Fehler macht.
In Bildern:

1) Bild verkleinern- auf Bild (oben in der Leiste) gehen und dann auf Bild skalieren




2) Licht ins Dunkel bringen (dunkle Bilder aufhellen)- den kleinen weissen Pfeil rechts an den schwarzen Bereich ranziehen:



3) Zuschneiden - Schneidwerkzeug auswählen und mit enter den ausgewählten Bereich bestätigen.



4) Ran-zoomen (Bild grösser anzeigen ohne die Grösse zu verändern) um Details extra zu bearbeiten (optional)



5) Das ganze Bild leicht schärfen



Eigentlich seid ihr jetzt fertig und könnt direkt zum letzten Punkt 10  (speichern) gehen. Wenn Ihr noch nicht genug habt gehts noch weiter:

6) Augen und Nase extra schärfen



7) Die Glanzlichter im Auge aufhellen (mit abwedeln) oder das gesamte Auge etwas dunkler machen dazu statt Abwedeln auf Nachbelichten (der Button direkt drunter)  gehen und statt auf Glanzlichter auf Schatten (zwei Buttons drüber). Ist der Effekt zu krass? Versucht das Gleiche mal nur mit Verringerung des Deckkraft Balkens. Statt auf 100% zb. nur auf 20%. Das Auge wirkt schärfer.



8) Noch mehr Kontrast? Gibts hier:



9)Bei arg dunklen Bildern kann man auch mit den Kurven nochmal aufhellen (hier hab ich nur leicht die mittleren Bildtöne etwas heller gemacht).



10) Speichern. Name eingeben. Punkt und Endung zb. jpg oder png dahinter. Den Ordner eingeben wohin das Bild gespeichert werden soll. Und auf exportieren klicken. Fertig!



Und fragt mich bitte jetzt nicht warum meine Bilder alle jump und gimp heissen und in einem Ordner Namens blood gespeichert sind. Das ist so...weil halt...




Auf youtube gibt es eine Million tolle Anleitungen für Anfänger. So kriegt man viele zu dunkle oder irgendwie sonst vermurkste Bilder wieder gerettet. Testet es. Aller Anfang ist schwer, aber es macht echt Spass.

PS.: Nicht nur für Meerschweinebilder anwendbar.    ;)

LG Eure Doro