Freitag, 28. August 2015

Dauercamper- ganz ohne Gartenzwerg

Wenn aus Urlaubern Dauercamper werden bringt man das meistens mit  Lagerfeuerromantik und Gartenzwergen in Verbindung. Nichts davon trifft auf  Matze und Leila zu. Trotzdem haben sie beschlossen ihren Urlaub bei uns zu auf unbestimmte Zeit zu verlängern.

GIB! DAS! HER!!!

 Die beiden kleinen Klopse müssen täglich ihr Futter im Auslauf suchen, Männchen machen und eine strenge Diät einhalten. Das macht sich bezahlt und obwohl die Bikinifigur noch nicht in greifbarer Nähe ist sind einige Speckröllchen schon weg.
Damit das auch so bleibt suchen die beiden  ein neues zu Hause mit megaviel Auslauf, mindestens einen 160 cm Stall (am besten noch grösser) und viel frischem und kalorienarmem Futter.

Die neuen Halter müssen einiges an Konsequenz aufbringen wenn beide mit grossen Äuglein am Käfig stehen und einem anbetteln sieht das nämlich so aus:


LECKERLI???? BIIIITTEEEEE!!!!

Die beiden sind ein eingeschworenes Team, wie Yin und Yang.  Sie gehören zusammen und sollen es auch bleiben. Daher ziehen Sie nur zusammen aus. Zudem haben beide kleine Schönheitsfehler, dafür aber um so mehr Charakter.


Leila


♥Matze♥


So lange die Beiden noch auf Wohnungssuche sind bleiben sie erstmal hier wohnen. Als Dauergäste auch ohne Gartenzwerg.
Machts gut, Eure Doro

Mittwoch, 26. August 2015

Mein Freund der (Apfel)baum


 Die Apfelbäume in unserem Garten werfen aktuell massenhaft sehr saure, sehr grüne Äpfel ab. Möglicherweise ist das trockene Wetter schuld oder das radikale winterliche Zurüchschneiden des Baumes, der sich nun als Rache die Auslöschung alles unter ihm befindliche geschworen hat. Liegt man gemütlich unter diesem Baum im Garten auf der Liege drohnt immer die Gefahr von einer Apfelgranate getroffen zu werden. Auch unsere Salatpflanzen in den Hochbeeten werden regelmässig bombardiert. Um die neu gepflanzten Salatpflänzchen zu schützen wurde ein handelsübliches Käfiggitter von früher zweckentfremdet:

Salatpflanzenbabies im Käfig


Hochbeete mit Meerschweinchenfutter.. und massenhaft Fallobstäpfeln

Einer Fällung der Bäume steht im Wege dass wir fütterungsbedingt zwangsläufig regelmässig Äste des Baumes benötigen. Zudem gibt es ein Wohnanlagenplanungsschreiben eines Menschen der exakt in unserem Garten eine wunderbare Schattenoase errichten wollte. Dabei wurde nicht bedacht dass die in unmittelbarer Nachbarschaft errichteten Doppelhaushälften ein ausreichendes Schattenangebot zur Verfügung stellen. Aber wie sollte man als Raum- und Umweltplaner auch ahnen das ein 10 Meter hohes Haus Schatten wirft? Man ist ja schliesslich kein Hellseher.

Aber zurück zum Grundproblem. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Bäume. Alle Bäume - besonders verfütterbare Arten. Wenn jedoch nur grasgrüne, sehr, sehr saure Äpfel auf diesen Bäumen wachsen trübt das die Freude schon ein wenig.


Im Gehege sind die Schweinchen vor herabstürzenden Äpfeln sicher. (Und die Äpfel vor Ihnen)


 Obgleich unsere Haustiere sich wie die Verhungernden auf jeden Fallobstapfel stürzten mussten wir leider diesem Treiben irgendwann ein Ende setzten. Nicht nur das Bommel in der Zeit seit er bei uns wohnt 400 Gramm zugenommen hat, nein, alle anderen hatten auch regelmässig Matschköttel davon. Wohin also mit all den Äpfeln?
Kurzerhand wurden diese in hauchfeine Scheiben geschnibbelt und getrocknet.
Erfreulicherweise konnten wir so endlich mal unseren seit 2 Jahren im Keller stehenden Trockenautomat testen und gleichzeitig die seit der Energiewende stark reduzierte Einkommenslage der regionalen Energieversorger in die Höhe treiben. Nun gut, es gibt Trockenobst. Und weil es so schön war haben wir im Anschluss auch gleich noch Löwenzahn getrocknet. Hier das Ergebnis:

Der Winter kann kommen
 Habt ihr auch schonmal Sachen für den Winter getrocknet? Und was macht ihr gegen den Früchteregen von Obstbäumen so? Irgendwelche Tips?
Grüssle Eure Doro


Freitag, 21. August 2015

Enjoy the plushy side of life!

Ihr sucht etwas über Fleecehaltung von Meerschweinchen? Dann seid ihr hier genau richtig.
Für alle die es etwas flauschiger mögen gibt es heute nämlich  den ultimativen Fleece Guide.
 

Als Meerschweinchenhalter fragt man sich ja immer was man als Untergrund für die Pelztiere verwenden soll. Normale Holzspaneinstreu staubt meist ziemlich und braucht viel Platz im Biomüll oder auf dem Kompost. Nimmt man irgendwas wasserundurchlässiges wie Folie, oder normale Decken, so sitzen die Wutzen in ihrer eigenen Pipi.

Wie also funktioniert die Fleecehaltung?
In Kurzform: Sandwich basteln! Unten Inkontinenzauflage, dann Fleece, dann Meerschweinchen. Fertig!



 Und für alle die es genauer wissen wollen: 
Als Unterlage braucht ihr Inkontinenzauflagen oder Molton. Diese sind dazu da den Urin aufzufangen und zu speichern.
Obendrüber kommen Fleecedecken. Diese werden nach mehrmaligem waschen OHNE Weichspüler wasserdurchlässig. Der Urin sickert quasi durch die Decke durch und wird dann von der Unterlage (Inkontinenzdecke oder Molton) aufgefangen. So sitzen die Schweinchen immer auf dem Trockenen und nur die Böhnchen bleiben auf dem Fleece liegen.
Die Heuecken werden extra eingerichtet- zb. in einer Plastikwanne, einem alten flachen Käfigunterteil wo die Schweinchen einfach reinspringen können etc.
 Bei mir gibt es den Heu/Streubereich der durch ein Brett abgetrennt ist. Man kann auch mit Steinen eine Abtrennung machen.
Das Heu einfach aufs Fleece zu legen ist nicht zu empfehlen, es verkriecht sich darin und kommt NIE wieder raus....Die Decken sind zugehalmt und werden NIE wieder sauber. Ausser man ist mit Sisyphos verwand und sucht ein neues Hobby.


Woher kriegt man das?
Meine Inkontinenzdecken sind von Otto, da ich ein grosses Gehege habe und auch grosse Decken gebraucht hab. Man kann die Decken auch bei Amazon oder ebay kaufen. Auch im dänischen Bettenlager, bei Lidl, Aldi etc. gibt es saisonweise welche.
Das hier sind meine:
Decke

Diese kosten in der Grösse 100 x 200 cm  32,99 Euro. Richtig Grosse (200 x 200 er) hab ich mir auch gekauft. Diese würde ich jedoch nicht mehr empfehlen, da  sonst das Lager der Waschmaschine beim Schleudern zu stark zu kämpfen hat. Dann lieber mehrere kleinere nehmen, auch wenns etwas teurer wird.

Bunte Decken sehen meist sehr hübsch aus. (Und bunte Schweinchen auch!)


Die Fleecedecken gibts günstig bei Kik, Ikea, Tedi, Woolworth etc.  Oder etwas teurer auch im Möbelhaus. Da der Name Fleece kein geschützter Begriff ist wird dieser für alle möglichen Arten flauschigen Stoffs verwendet. Wichtig ist das die Fleecedecke Wasser durchlässt und keine Fransen hat.  Auch sollte der Stoff nur aus Polyester und nicht aus Baumwolle bestehen, sonst saugt der sich mit Urin voll. Meine Decken sind mittlerweile alle aus dem Kik. Die muss man nicht so oft vorwaschen wie teurere, da sie nicht so gut vorbehandelt wurden. Da alle Decken beim Waschen etwas schrumpfen sollte man dies wegen der passenden Grösse beim kaufen  bedenken. Die Decken sind häufig mit einer Ziernaht versehen. Die sollte man abmachen damit die Füsschen sich nicht drin verhedern. Und zwar so:




Man sollte wegen dem Waschen immer mindestens eine Ersatzdecke und  Unterlage zum wechseln haben. Wenn ein Set in der Wäsche ist liegt das andere im Stall. Ich hab jeweils mehrere, da ich waschfaul bin.

Patchworkstall mit Fleecedecken ;)



Nagen das die Schweinchen denn nicht an? Nö. Riecht wohl nicht besonders lecker. Meine testen gerne mal Baumwollsachen die ich im Gehege habe, aber an den Fleece ist noch kein Schwein drangegangen.

Wie mistet man die? Die Decken sollte man immer wenn die Köttellast darauf zu gross wird mit einem Handfeger abfegen oder mit einem Handstaubsauger entkötteln. Also je nach Anzahl der Schweinchen und Grösse des Geheges jeden Tag bis alle 3 Tage. Am besten eignet sich hierfür ein Gummihandfeger.

Unter die Häuschen lege ich sogenannte Pipipads die ich häufiger austausche. Die bestehen meist aus zwei Lagen Fleece und einer saugfähigen mittlere Lage Stoff. Man kann sie im Internet kaufen, selbst nähen (youtube Anleitung zB. hier ), oder einfach mehrfach gefaltete Fleecereste nehmen.
Fleece fasert übringens beim Schneiden nicht aus wie anderer Stoff, was recht praktisch ist, da man ihn für alle Stallgrössen gut zuschneiden kann.

Am Waschtag kommen alle Decken aus dem Gehege. Sollte Urin in den Stall gelaufen sein, so wischt man das Gehege ganz normal mit Essigwasser aus. Dann kommen die neuen Decken in den Stall und man stellt die Einrichtung wieder rein.
Anschliessend schüttelt man die Decken mit den Kötteln über der Badewanne oder im Garten aus und fegt sie nochmals ab bevor sie in die Waschmaschine kommen. Wir haben für unser 7 qm Gehege mit allen Kuschelsachen immer insgesamt  2-3  Wäscheladungen pro Woche.

Für wen geeignet?
 Für Allergiker und Allergikermeerschweinchen und für jeden anderen der es gerne versuchen möchte. Ungeeignet ist diese Methode wenn der Stall für die Anzahl von Tieren zu  klein ist. Wenn man weniger als ein Quadratmeter pro Schwein hat  kann die Inkontinenzdecke dem ganzen Urin nämlich nicht mehr Herr werden und es fängt schon nach ein oder zwei Tagen an zu müffen. Wenn ihr also ein eher zierliches Gehege habt solltet ihr es besser nicht ausprobieren.




Es stinkt. Igitt!
Das ist ein deutliches Zeichen das irgendwas schief läuft. Gehege zu klein, falsche Decken, Fleece nicht oft genug gewaschen, empfindliche Näschen!- Fehlerquellen gibt es viele.
 Nach ca 6 bis 10 Tagen fängt es bei mir an zu müffen, je nachdem wie lange die Schweine ausserhalb des Stalls unterwegs waren und wie oft sie im Streubereich sitzen und wie oft und lange im Fleece. Also wird bei mir einmal in der Woche komplett gereinigt.
Falls Ihr Platz und Gelegenheit habt, versucht es doch einfach mal!
Und für einen Auslauf vor dem Käfig taugt es auch, wenn man die Decken sofort nach dem Freigang wegräumt, und durchwischt, so dass der Boden keinen Schaden nimmt. Da die Inkontinenzdecken für den Urin eines erwachsenen Menschen ausgelegt sind taugen sie für das bischen Schweinchenpipi meist sehr gut und schützen den Boden vor Nässe.

Wort zum Schluss: 
Fleecehaltung ist nicht für jeden geeignet, doch probieren geht über studieren!
 In diesem Sinne, habt es schön weich flauschig bei Euch! 
Eure Doro




Noch Fragen zur Fleecehaltung?  Einfach email an mich:














Mittwoch, 19. August 2015

Im falschen Pelz geboren

Bommel musste noch nie in seinem Leben auch nur einen einzigen Tag alleine sein. Selbst als er von seinen Vorbesitzern einfach herzlos in der Pampa ausgesetzt wurde waren seine Brüder ja noch bei Ihm. Diese lebten auch im Tierheim mit Ihm zusammen. Und seit er bei uns eingezogen ist war er ständig von seinen Mädchen umgeben. Bis heute. Denn heute heisst es Bommel allein zu Haus. Wie das kam? Selbst schuld!



Bommel ist ein Bock! Ein potenter, manchmal etwas müffender Bock. Wie alle Männchen (auch die meisten humanoiden) hat er nämlich keine sonderliche Affinität zu ausgeprägter Körperpflege.
  Das Problem ist sein Fell. Bei der Vergabe der Gene hat er bei der langen welligen Löwenmähne mit Löckchen laut: "Hier!" gerufen. Leider hat er dabei nicht bedacht daß man das Fell auch pflegen muss. Er ist eindeutig im falschen Pelz geboren. Wo er als Rosette oder Kurzhaar super mit durch gekommen wäre, da setzt sich bei einem Texelmix so einiges im Fell ab.



Schon als er hier ankam musste der dichte Pelz wegen der Hitze erstmal weichen. Trotzdem hat er es geschafft seine Löckchen am Po so einzusauen dass sie durch den Urin miteinander verklebt verbacken sind. Beim letzten wöchentlichen Gesundheitscheck wurde die Popomähne nochmals gestutzt.

Leider waren die Haare so dicht an der Haut verbacken dass ich sie weder mit Schere, noch mit vorsichtigem Einweichen auseinandergebracht habe. Also musste ich zum Tierarzt. Dem Schmunzeln der Tierarzthelferin bei der Anmeldung:
Tierarztfachangestellte: "Was ham sie denn da?"
Ich: "Am Po eingesautes Meerschweinchen!"
- wurde zeitnah ein Ende gesetzt als sie den laut hupenden, nicht kooperierenden Bommel halten durfte während die Tierärztin Bommel im Intimbereich untersuchte. Holla die Waldfee! Das ging Bommel eindeutig zu weit unter die Gürtellinie!

Die Haut unter dem verklebtem Fell war schon leicht mazeriert (durch die Feuchtigkeit eingeweicht und verletzlich). Mit vereinten Kräften konnte schliesslich das verklebte Fell entfernt werden und es kam wieder Luft an den Bobbes. Zu Hause musste die Stelle dann noch mit einer Waschlotion im Wasser behandelt werden.

Jetzt ist der Schmutz raus und das Fell schon wieder fast trocken.
Leider nur fast. Während seine Weibchen fröhlich im Gras mümmelnd den Feierabend einleiten muss er alleine im Stall hocken. Bis das Fell ganz durchgetrocknet ist. Was er zum Glück nicht weiss: Wegen der wunden Haut muss er morgen nochmal die Stelle gewaschen bekommen. Und hockt wieder den ganzen Tag drinnen. Armer Bommel!






Smilla: "Wo ist denn eigentlich Bommel heute? "
Nami: "Weiss auch nicht. Hab mich schon gewundert warum es so ruhig ist und niemand mich aus dem Hinterhalt attackiert."

Montag, 10. August 2015

Mein Leben als Zoowärter

Wir haben Urlaubsgäste und so sieht mein Tag mit Ihnen aus:


6: 30 Der Meerschweinchenwecker geht los. Wildes Gehupe aus allen Ecken. Zu früh. Da müssen die jetzt durch. Ich dreh mich nochmal rum und schlafe wieder ein, während mein Freund am Rechner sitzt und die Lautstärke seiner Kopfhörer weiter hochdreht.

8.30 Bevor die Meuterei losgeht quäle ich mich aus den Federn. Erstmal in die Küche. Gemüse gibts hier keins mehr. Alles leergefressen. Auch Haferflocken sind keine mehr da. Kurzfristig überlege ich ob die am Boden verstreuten Erbsenflocken als Müsli taugen. Da keine Milch mehr da ist erübrigt sich die Frage. Also gut, ich seh es ein. Heute wird eingekauft.

9.00 Im Supermarkt angekommen läuft ein Zombie auf mich zu. Gott sei dank gehen die Schiebetüren nach einigen Sekunden zur Seite und mein Spiegelbild verschwindet wieder. An der Kasse der nächste Schock. Die Rechnung in Höhe eines gebrauchten Kleinwagens lässt mich schlagartig wach werden.

Matze beim Nachmittags- Entertainprogramm


11.00 Wieder zuhause. Jetzt erstmal Gemüse schnibbeln. Grosse Stücke für die Gesunden, feine Streifen für die Zahnlosen und kalorienarmes für die Dicken. Geschafft. Mein Müsli nehme ich mit hoch ins Schweinezimmer und schaue während des Essens Meerschweinchen beim essen zu. Oder die Meerschweinchen mir. Je nachdem wie man´s nimmt.

11.30 Meine Truppe wird eingefangen und in den Wiesenauslauf gesetzt. Heute ist gutes Wetter. Aber schon wieder zu heiss. Erstmal ein paar Handtücher anfeuchten und zwischen den Häuschen ausspannen. Dann die Wasserbetten aus dem Kühlschrank an strategisch wichtigen Orten verteilen.  Dann noch die Kühlakkus. Passt. Die 35° C können kommen!

12.30 Jetzt schnell noch die Schweinewäsche ausschütteln und waschen. Läuft.

Mila hat ein Pilz und wird seit einigen Tagen am Ohr eingecremt- erstmal im Internet recherchieren was man sonst noch so tun kann. Ich komme zu der Erkenntnis: HILFE ich bin verloren! Umgebungsbehandlung ist das Zauberwort. Um eine Ansteckung der Gesunden zu verhindern soll die Anzahl der Pilzsporen reduziert werden.
 Das Gehege wird gesäubert, mit Essigessenz ausgewaschen, desinfiziert und mit kochendem Wasser übergossen. Dann wird das gleiche mit Häuschen und Trinknäpfen gemacht. Der Wasserkocher erlebt sein grosses Comeback und gibt nach einem furiosen Finale den Geist auf.

Die Kuscheltunnel, Handtücher zum abtrocknen und die getragene Kleidung wandert in die Kochwäsche.
Da der psychogene Juckreiz nach der ganzen Prozedur überhand genommen hat wird erstmal geduscht.

Läuft...


Es ist 15.30. Mittagessen. Jetzt ein wenig ausspannen. Schön wärs die nächste Runde der Futterbeschaffung fängt an. Mit dem Sammelkorb raus auf die Wiesen und  Gras und Kräuter pflücken. Damit jede Gruppe ein wenig bekommt muss ich Massen zusammenklauben. Und das bei dieser Dürre. Memo: Regenmacher bestellen, sonst wird das dieses Jahr nix mehr.

Mittlerweile ist es 16.30
Total fertig wird das Gras in die Käfige aufgeteilt. Trotz dem Versuch der gerechten Verteilung der Grasberge wird gemotzt was das Zeug hält. Übersetzt in etwa: "Das ist nicht genug! Der hat aber mehr! Ich verhungere! Und das soll ALL INCLUSIVE sein?!"

Wassernäpfe werden aufgefüllt. Ich renne mehrfach vom Bad ins Obergeschoss und jedes Mal dringt einem ein durchdringender Geruch in die Nase. Irgendein Gehege müfft. Mal wieder.  Ich setzte die Böckchentruppe auf den Boden wärend ich ihnen das Gehege wieder frisch mache. Nach dem Saubermachen stinkt es genau wie vorher. Mist, falsches Gehege. Das der Dicken ist für die Geruchsbelästigung zuständig. Und während die ihren täglichen Auslaufpacour absolvieren, wird weiter geputzt.

Die Böckchen beim popcornen


18.00   Endlich Fertig.  Die plattgetretenen Böhnchen sind gleichmässig mit Streuflöckchenbergen in der Wohnung verteilt. "Kurz" noch durchkehren.

19.00 So noch Gemüse für das Abendessen schnibbeln, Salat ernten und Pflanzen gießen. Fast geschafft. Jetzt kriegt Nanni die süsse kleine Zahnpatientin noch ihre Medis, wird gewogen und kriegt ein wenig Päppelfutter dass sie aus dem Napf schlabbert.  Dann kommt meine Truppe zurück in den Stall, Mila kriegt ihr Pilzmittel eingecremt und dann bin ich soweit fertig. Für heute. Ein paar Leckerlis gibts noch nach der ganzen Anstrengung, die Gewichte werden noch notiert und dann ist Feierabend.

Peterchen juckt der Stress nicht die Bohne!


Genau rechtzeitig!
20.15 Bestimmt kommt irgendein guter Film. Total geschafft mache ich es mir auf der Couch gemütlich... und schlafe ein. Ich träume von Riesenpilzen in Meerschweinchenform, Heubergen die ich erklimme und einer Lawine aus Streu. Schweissgebadet wache ich auf. Mein Freund fragt: "Alles ok?"  während aus dem Obergeschoss ein beständiges Quieken dringt - der Mitternachtssnack wird erwartet.

Freitag, 7. August 2015

Für was das Internet sonst noch gut sein kann.

Zum Beispiel dafür: Die Baumarktkette Obi stoppt den Lebendtierverkauf! Jipeeeehhhh! Nach einer grossangelegten Kampagne von Peta hat sich die Baumarktkette zu diesem Schritt entschlossen. Damit nimmt der Baumarkt eine Vorreiterrolle für andere ein. Hoffen wir das auch bald Dehner, Fressnapf und Co mitziehen und damit viel Tierleid verhindert wird!





Brushes von milk-berry.net; Schriftzug von Peta.de