Dienstag, 23. August 2016

Coffee´s Trauma


Aktuell sind bei uns alle krank. Auch die Schweine hat´s erwischt. Mein Freund hat die Grippe und hat mich angesteckt. Und trotz peinlichster Sauberkeit und Desinfektion schnupft nun auch Motte. (Morgen hab ich mit ihr einen Tierarzttermin). Smilla hat ein Pilz am Ohr, Momos Bauchwunde eitert ein klein wenig, das Urlaubschweinchen Alfi hat links am Auge chronische Augenentzündung und muss getropft werden und Coca ist ein Zahn abgebrochen. Yeah!



Mein grösstes Sorgenkind zur Zeit ist jedoch Coffee.
Sie hat in den letzten Tagen nurnoch spärlich gefressen und ich hatte die Zähne im Verdacht.
Also hab ich Coffee am letzten Mittwoch in eine Tierklinik gebracht, da meine Tierärztin grad im Urlaub ist.
Die Helferin am Empfang war erstmal sehr freundlich.
Leider hat der Tierarzt Coffee anschliessend sehr grob mit Maulspreizern untersucht. Das Genick war maximal übersteckt. Auf meine Nachfrage meinte er das die Tiere ihren Kopf ja auch mal hochrecken. Soweit, so schlecht.

 Coffee müsse über Nacht dableiben. Bei Eiter am Gaumensegel bekomme sie Antibiose und die Zähne müsse man am nächsten Tag unter Narkose richten.  Ich hab das nach der groben Behandlung jedoch nicht eingesehen und sie erstmal wieder mit nach Hause genommen und sie erst am nächsten Tag zum Zähne richten vorbeigebracht. Bin halt ne Helikopter-Meerschweinemama.  Leider musste ich arbeiten, so dass sie von Freitag auf Samstag in der Klinik bleiben musste.

Weil Coffee schon acht Jahre alt ist und dementsprechend ein hohes Narkoserisiko besteht hab ich die ganze Zeit auf Arbeit gebibbert. Ich hatte ihr viel Gras, Gemüse, ihr Lieblingspäppelfutter und ihr Kuschelkörbchen eingepackt. Ein Anruf wie es ihr geht kam leider nicht. Als ich dort angerufen hab wurde mir gesagt es geht ihr gut, die Zähne seien jetzt kurz, eine Narkose hätte man nicht gebraucht.
 Mir ist ziemlich schlecht geworden als ich das gehört hab, da eine Zahnbehandlung normalerweise nur in Narkose durchgeführt werden sollte um Stress und Schmerzen zu vermeiden. 




Am Samstag hab ich sie abgeholt. Ich hab also bezahlt und bin schnellstmöglich nach Hause.
Dort hab ich sie erstmal untersucht... und war am Ende mit den Nerven.

Aus dem Mäulchen lief (wenig) Blut, die Lippe war dick und geschwollen. Zudem fehlte büschelweise Fell und an mehreren Stellen im Fell war getrocknetes Blut (evtl. von den Spritzen).
Nichts was ich ihr zum Fressen mitgegeben hatte war auch nur angerührt. Ob vom Päppelfutter etwas fehlte kann ich nicht sagen, aber ich vermute dass sie nicht gepäppelt wurde, denn sie hatte 50 g weniger Gewicht und einen Blähbauch.
Ein Teil vom Ohr das bei ihr (schon lange Jahre) eingerissen war ist abgerissen und verkrustet.
 Sie war total panisch und wollte garnix fressen. Zudem humpelte sie beim Laufen.

Kurz: Sie bot ein Bild des Jammers. 


Obwohl ich über die medizinische Behandlung dort nix sagen kann (ich war ja nicht dabei ) muss mit ihr  mehr als grob umgegangen worden sein. Fest steht: Da werde ich NIE wieder hingehen. Ich will mir garnicht ausmalen was sie dort durchmachen musste. 


Hab also erstmal ne Runde geheult.
Dann gabs (ganz vorsichtig) Päppelbrei, Bene bac, Sab simplex und ein Schmerzmittel. Das hatte ich zum Glück noch zu Hause, denn auch auf meine dringende Bitte hin wurde mir kein Schmerzmittel  mitgegeben, da das Gespritzte eine Depotwirkung hätte und länger anhalten würde. Als ob.
Die letzten zwei Tage war ich also mit Päppeln beschäfftigt. Und mit wieder langsam Vertrauen aufbauen.
Fressen will sie immer noch nicht ich schieb das mal auf die Antibiose. Drückt die Daumen und Pfoten, dass sie sich schnell wieder erholt. Und das sie das Trauma schnell überwindet.  Bis denn, Eure Doro












Kommentare:

  1. Das arme Schwein!!!
    Wie gehts Coffee jetzt???

    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Oh man. Da muss ich ja beim Lesen schon fast heulen. Sowas schimpft sich Tierklinik...

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  3. Oh man. Da muss ich ja beim Lesen schon fast heulen. Sowas schimpft sich Tierklinik...

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