Samstag, 10. März 2018

Berührungsängste

 .. haben fast alle Fellkartoffeln dem Menschen gegenüber. Irgendwie geht es über das Verständnis meiner Schweine hinaus, dass ich EIN sehr großes Lebewesen bin. Statt dessen werde ich in diverse Bereiche eingeteilt.

 
Die Hände sehen für Schweine wahrscheinlich irgendwie spinnenförmig aus.
Diese packen sie auch noch gelegentlich, daher sind diese aus Schweinesicht mit Vorsicht zu genießen. Allerdings rücken die Hände auch oft tolle Leckerlis raus. 
Die Wutzen haben also ein etwas schizophrenes Verhältnis dazu. Einerseits Respekt und Skepsis, andererseits freudige Erregung.
Daher lassen sie sich auch nur am Kopf und gelegentlich Rücken etwas Kraulen.
Am Bauch ist dafür Sperrzone. Da wird schwein schliesslich oft genug gepackt und hoch gehoben.
Und der Bobbes ist sowieso die schweinische Büchse der Pandora. Nicht nur für mich. Auch gegenseitig geht dort sofort der Sprinkler an, wenn ein unbedarfter Mitbewohner dem Hinterteil zu nahe kommt.

Flocke hat mittlerweile gelernt dass die Hand gar nicht so schlimm ist.


Motte hingegen checkt einfach nicht worauf sie da eigentlich steht.

Meine Stimme kommt für die Wutzen wohl von irgendwo oben aus dem off. Hat mit den Händen nicht unmittelbar was zu tun und tritt nur zufällig immer zeitgleich auf.
 Zudem wird eigentlich alles was ich sage ignoriert. Ob das ein Kommunikationsproblem sprachlicher Natur, oder einfach eine Weigerung Ratschlägen nachzukommen ist, ist mir nicht ganz klar. Ich gehe mal von Letzterem aus. Sind schliesslich kleine Fell-Anarchisten.


Flocke: "Was willst du von mir? Da rauf?"

Flocke: "Also gut! Jetzt aber her mit dem Leckerli!"



Das Gesicht scheint für die Wutzen ungefährlich zu sein, ebenso wie die Beine. Die Zehen allerdings sind irgendwie gruselig, insbesondere wenn sie sich bewegen. Sind sie regungslos kann man sie aber toll ablecken.

Kapitalverbrechen am Kleinschwein! Wie kann ich es wagen den BAUCH anzufassen?

Flocke: "Kekse?! Bitte!!!"
Ihr seht: ich bin für die Fellkartoffeln ein sehr inhomogenes Wesen. Und bis schliesslich in die kleine Schweine- Oberstube vorgedrungen ist, dass auch die Hände ihnen echt nix Böses wollen vergehen meist ein paar Jährchen. Erst dann werden Schweine meist richtig zahm. Entweder sie haben dann kapiert, dass ich sie nicht fressen will, oder es ist ihnen letztlich egal geworden.

Eine Armlänge Abstand von mir ist für Pony essentiell. Die Kamera darf ihr hingegen ganz nah auf den Pelz rücken.

Und wem´s zuviel wird, der macht sich aus dem Staub.




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