Sonntag, 22. Juli 2018

Burn out

Um Abends etwas runter zu kommen kann man sich ganz chillig ins Schweinegehege setzten und den friedlichen Wutzen beim mümmeln zu sehn. Nichts ist beruhigender. Für mich.
Für die Wutzen ist es jedoch purer Stress wenn ich im Zimmer bin. Das heisst nämlich: Es gibt Leckerlis. Und sofort entbrennt ein harter Konkurrenzkampf.

Es gibt Leckerli!!!!


 Am schlimmsten trifft es Norbert. Der rennt sofort auf mich zu und bettelt erst mal wild und aufdringlich. Zudem hat er alle Pfoten damit zu tun Lizzy und Flocke wegzuscheuchen. Immer kurz vom burn out.


Betteln nach Schweineart. Nase in die Luft und süss gucken!
Klara rast währenddessen wie wild durch den Stall und verzweifelt an der Frage, ob ich sie jetzt fangen will um sie ins Freigehege zu setzten (ein eindeutiger und legitimer Fluchtgrund) oder ob ich doch nur leckeres Futter bringen will (ein eindeutiger Grund um schnell nach vorne zu stürmen).  Also stürmt sie ein oder zweimal quer durch den Stall und rennt dabei alle anderen Wutzen über den Haufen nur um sich dann doch wieder im gleichen Häuschen wie am Anfang zu verstecken.
Schweinelogik halt.

Pony hat eindeutig am wenigsten Stress. Sie sitzt einfach nur auf maximalem Abstand zu mir da und futtert ihr Heu und Grünzeug. Und wenn ich dann weg bin sucht sie die übriggelassenen Leckerli- Krümel vom Boden auf.


Damit auch die Angsthasenwutzen Motte und Pony was ab bekommen werfe ich ihnen oft einige Erbsenflocken und Sonnenblumenkerne vor die Schnauze.
Norbi kann das natürlich nicht ignorieren und flitzt sofort vom einen zum Anderen um möglichst viel abzustauben. Vor lauter Futterneid vergisst er dabei manchmal das Fressen.

Das sieht dann so aus, dass ich Pony was hinwerfe und er mit einem Affenzahn hinläuft, aber noch bevor er auch nur eine Erbsenflocke frisst werfe ich Motte was zu, weshalb er wiederrum schnellstmöglich zu ihr flitzt. Dann kriegt Lizzy, die vorne steht und bettelt was. Und promt muss er direkt nach vorne zu mir kommen. Bis er jedoch bei seinen Weibchen ankommt haben die immer schon alle Leckerli weggefuttert.
 Insgesamt kriegt er also auch nicht viel mehr als die Anderen. Ist aber hinterher wesentlich platter.
Armer Kerl. Ganz schön stressig, so ein Schweineleben.  Wenn er dann schliesslich ganz frustriert ist fängt er wahlos an zu brommseln und das nächstbeste Mädel zu bedrängen. Gibt man ihm dann eine grosse Ersebflocke ist der Kerl wieder beruhigt und geht erneut auf Leckerlijagd.

PS. Lizzy kriegt unterdessen mehr als alle Anderen, weil sie einfach immer driekt bei mir bleibt und mich mit grossen Kulleraugen ansieht. Das merkt man mittlerweile auch an ihrem Gewicht.

Bis denn, eure Doro


1 Kommentar:

  1. Your guinea pigs have such an awesome looking crate. I love the different vegetation and hiding spots you have for them! Thanks for the share, have a fantastic weekend. Keep up the posts.
    World of Animals

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